Emanzipatorische und interkulturelle Burschenarbeit zur Identitätsfindung und friedlichen Konfliktkompetenz. Burschen fällt es immer schwerer, ein "richtiger Bub und Mann" zu werden. Männer sind derzeit das gewalttätigere Geschlecht. Männlicher Nachwuchs zeigt laut Studien immer gravierendere Verhaltens- und Leistungsprobleme, die ihn von der sozialen Teilhabe abschneiden. Fehlende Präsenz von Männern in der Erziehung gilt dafür als ein Schlüsselfaktor. Das ZIMD Burschentraining stellt sich den Chancen und Herausforderungen der männlichen Migration und Integration. Es schafft mit reflektierten Männern als Trainer und Berater Verständnis, Selbstbehauptung, Identitätsfindung und friedensfähige Konfliktkompetenz, und leistet damit eine Grundlage zu nachhaltigem sozialem Wandel.
Jahr: 2009
Land/Bundesland: Wien
Sektor: Zivilgesellschaft
Handlungsfelder: Gewaltprävention/ Opferhilfe, frauen- männerspezifische Arbeit
Altersgruppen: Kinder = 0-11 Jahre, Jugendliche = 12-18 Jahre
Geschlecht: männlich
Projektträger: ZIMD Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität
Ansprechperson: Mag. Andreas H. Landl
Telefon: +43 699 1136 2799, +43 699 1136 9902
E-Mail: ahl(at)zimd.at, d.e(at)zimd.at
Würdigung der Jury: Burschen bei der Entwicklung einer sinnvollen männlichen Identität zu unterstützen ist eine wichtige Voraussetzung für die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Quer zum Mainstream wird den Burschen im System Schule ein Raum angeboten, sich selbst zu erobern ohne zu erniedrigen. Wir finden, es gibt noch ein großes Betätigungsfeld.