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Der Preis SozialMarie
Ehrenschutz


Wir beschäftigen uns nur ungern mit der Tatsache, dass in unserer unmittelbaren Nachbarschaft Menschen in prekären finanziellen und sozialen Umständen leben. Wir sehen Bilder im Fernsehen und denken an weit entfernte Länder – nicht an Armut und Leid vor unserer Haustüre. Doch niemand ist davor gefeit, einmal Teil einer so genannten „Randgruppe“ oder „Minderheit“, krank, pflegebedürftig oder einfach alt zu werden. Dementsprechend sind soziales Engagement und Sozialberufe nach wie vor Stiefkinder unserer Wohlstandsgesellschaft.
Wie sehr wir jedoch Menschen brauchen, die ihre Kraft und ihren Einsatz den schwächeren und schwächsten Mitgliedern unserer Gesellschaft widmen erkennen wir oft erst dann, wenn wir selbst in Situationen geraten, in der wir der Hilfe anderer bedürfen. Jenen Menschen, die sich aus altruistischen Motiven sozial engagieren oder Berufe im Sozialbereich ergreifen, gebührt unsere höchste Anerkennung.
Innovation und Kreativität dürfen nicht nur als Parameter für wirtschaftlichen Fortschritt gelten, auch im Sozialbereich ist das Denken in neuen Kategorien essentiell. - Aus diesem Grund unterstützen wir das Projekt SozialMarie, das nicht nur eine Plattform bietet um auf gesellschaftliches Ungleichgewicht aufmerksam zu machen, sondern auch monetäre Unterstützung für wichtige Projekte gibt.

Miklos Vámos, geboren 1950 in Budapest, ist gelernter Jurist. Er war Dramaturg und Verlagsleiter. Er hat Theaterstücke sowie Drehbücher für eine Reihe von Filmen verfasst. Vámos hat sich längere Zeit in den USA aufgehalten und spricht mehrere Sprachen. In Ungarn ist Vámos heute Moderator einer eigenen Talkshow („Lehetetlen“ = „Unmöglich“). Er ist Mitglied des ungarischen P.E.N. - Clubs. Vámos hat eine Tochter und zwei Söhne und lebt derzeit in Budapest.
Vámos' Familiensaga über dreihundert Jahre ungarische Geschichte, das Buch der Väter, wurde in mehrere europäische Sprachen übersetzt.

Niavarani ist Autor vieler Revuen des Kabarett Simpl, wo er 1989 erstmals auftrat und dessen künstlerische Leitung er 1993 übernahm. Daneben ist er immer wieder in Kinofilmen und Fernsehserien zu sehen. Seit September 2004 ist er Stammgast beim ORF-Comedy-Quiz "Was gibt es Neues?".
2006 gewann er die Goldene Romy als beliebtester männlicher Serienstar, 2007 und 2008 als beliebtester Kabarettist.

Thomas Geierspichler ist ein absoluter Ausnahmeathlet. Europameister, vielfacher Weltrekordhalter und Weltmeister - und seit 2004 am Traumziel jedes Sportlers: olympisches Gold bei den Paralympics in Athen! Dazu noch dreimal Silber und einmal Bronze.
Bei den 13. Paralympics in Beijing 2008 gewann er wieder Gold, im Marathon mit neuer Weltrekordzeit.
Als ich im Frühjahr 2007 erstmals an der Verleihung der SozialMarie teilgenommen habe, war ich begeistert von der Qualität der innovativen Projekte und dem vielfältigen sozialen Engagment der TeilernehmerInnen.
Die Arbeitsbereiche des Justizministeriums sind sehr vielfältig und reichen oftmals stark in den sozialen Bereich hinein. Justizpolitik ist daher oft auch Sozialpolitik, zum Beispiel wenn es um familienrechtliche Fragen oder den Strafvollzug geht. Viele wichtige Zielsetzungen der Justizpolitik können nur mit aktiver Unterstützung durch eine engagierte und innovative Sozialarbeit verwirklicht werden.
Daher ist es mir als Justizministerin ein besonderes Anliegen, den Ehrenschutz für die SozialMarie 2008 zu übernehmen. Ich freue mich schon auf viele interessante Projekte und wünsche den OrganisatorInnen und Beteiligten eine erfolgreiche SozialMarie 2008.
Ihre
Dr. Maria Berger
Bundesministerin für Justiz
Wir dürfen die Verantwortung für unsere Mitmenschen nicht abgeben. Viele sind auf Hilfe angewiesen: Junge, Alte, Arbeitslose, Ausländer, Asyl-Bewerber. Der Sozialstaat kann nicht für alles zuständig sein. Mich spricht der Satz von John F. Kennedy sehr an: "Frag nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst." - Für die Menschen, für die Gesellschaft.
Hilfe soll Hilfe zur Selbsthilfe sein, dann fördert sie Initiative und Selbstbewusstsein. Andernfalls schafft sie Abhängigkeit.
Projekte, die dazu dienen sollen, anderen zu helfen, verlangen Einsatz und Kreativität. Sie müssen aber auch professionell gemanaged werden. Sonst haben sie gute Absichten, aber keine Wirkung. Projekte mit klarer Zielsetzung, die ein konkretes Problem wirksam angehen, mit einem klaren "Geschäfts-Plan" möchte ich fördern. Das will auch die SozialMarie.
Deshalb bin ich dabei und hoffe, dass viele diese Initiative unterstützen.
Mit besten Grüßen,
Markus Rogan
Innovation ist in der Wirtschaft einer der zentralen Erfolgsfaktoren, in Wissenschaft und Forschung ist Innovation immanent. Verstärkt hat der Innovationsgedanke in den vergangenen Jahren auch in sozialer Hinsicht in Unternehmungen und Betrieben Einzug gehalten.
Im Sinne einer Corporate Social Responsibility haben Wirtschaftsbetriebe Maßnahmen entwickelt, mit denen sie für ihre Mitarbeiter, ihre Kunden und Partner sowie ihre Umwelt soziale Verantwortung übernehmen. Eine Vielzahl an erfolgreichen Projekten dokumentiert den lohnenden Mehrwert dieses Engagements.
Die SozialMarie ist ein aus dem Vertrauen in die Innovationskraft entstandenes Projekt. Mit diesem Preis werden innovative soziale Projekte vor den Vorhang gebeten, egal ob im Wirtschaftsunternehmen, im öffentlichen oder institutionellen Bereich. Wir dürfen uns freuen, mit welcher innovativen Kraft auch in diesem Jahr wieder zukunftsträchtige Projekte sozialer Verantwortungsübernahme in Österreich und in unseren Nachbarländern vorangetrieben werden.
In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern und den Organisatoren alles Gute für die SozialMarie 2007 und viele weitere zukünftige innovative Initiativen.
Soziale Verantwortung zu übernehmen in einer Gesellschaft im Wandel, bedeutet heute vor allem, die zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Mittel möglichst maßgeschneidert und effizient einzusetzen. In einer Gesellschaft im Wandel sind innovative Lösungsansätze täglich gefordert. Dank ihnen gelingt es, den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen entsprechend, auch in sozialen Bereichen außergewöhnliche Herausforderungen zu bewältigen.
Besonders innovative und erfolgreiche soziale Initiativen werden nun schon zum dritten Mal mit der Auszeichnung SozialMarie ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Diese ausgezeichneten Projekte sollen als Vorbilder und Ideengeber, als Motivation für Einzelne, Unternehmen und Gruppen wirken, auch einen wertvollen Beitrag für ein besseres gesellschaftliches Miteinander zu leisten. Sie zeigen uns, dass Hinschauen und auch sich trauen, neue Wege zu beschreiten - dass dieser Mut und dieses Engagement belohnt wird.
Damit danke ich allen einreichenden ProjekttreiberInnen und OrganisatorInnen der SozialMarie 2007 für ihr Engagement und ihren Mut zur Innovation und wünsche ihnen und uns noch viele spannende Innovationen auch im Sozialbereich.
Sehr geehrte Damen und Herren!
Innovation und Kreativität sind nicht nur für den Erfolg von Wirtschaftsunternehmen wichtig, sondern spielen auch im Sozialbereich eine große Rolle. Auch hier gibt es eine ständige Weiterentwicklung der Serviceleistungen zugunsten der Klientinnen und Klienten. In Wien gibt es ein breites Netz an städtischen Einrichtungen, Initiativen, Vereinen und Nichtregierungsorganisationen. Deren soziales Leistungsangebot wird sukzessive verbessert. Im Mittelpunkt dieses Prozesses steht die Steigerung des Nutzens für die Klientinnen und Klienten.
Der Preis SozialMarie fördert Innovation und Kreativität, indem SozialprojektbetreiberInnen zusätzlich animiert werden, neue Ideen und Ansätze zu suchen. Dieser "Ideenwettbewerb" trägt dazu bei, die Qualität des Angebotes im Sinne der Menschen zu verbessern.
Ich habe daher gerne zugesagt, den Ehrenschutz der SozialMarie für 2006 zu übernehmen. Ich wünsche den InitiatorInnen und allen Beteiligten alles Gute für Zukunft und bin schon gespannt auf die Siegerprojekte 2006!
Mag.a Renate Brauner
Stadträtin für Gesundheit und Soziales