SozialMarie - Preis für innovative Sozialprojekte

PreisträgerInnen 2009

15 Projekte, 2 Seite/n

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1000 Euro Preis

Taka Tuka (Tirol)

Prävention für Kinder psychisch erkrankter Eltern

Das Projekt Taka Tuka der Caritas Tirol wendet sich an Kinder von psychisch erkrankten Eltern und an Kinder, deren Eltern alkohol- oder drogenabhängig sind. All diese Kinder haben aufgrund ihrer Lebensumstände ein hohes Risiko für psychische Störungen, Entwicklungsverzögerungen oder psychosomatische Erkrankungen. Die Kinder erhalten nicht nur kindgerechte Information über die elterliche Erkrankung, sondern lernen im Spiel einen neuen Umgang mit ihrem oft sehr belastenden Alltag.

Ansprechperson: Mag. Martin Warbanoff

Telefon: +43 512 7270-0, +43 650 533 3509

E-Mail: caritas.ibk(at)dibk.at, m.warbanoff.caritas(at)dibk.at

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Würdigung der Jury: Damit Kinder von psychisch und suchtkranken Eltern nicht vergessen, damit sie ihren kranken Eltern nicht weggenommen werden, damit sie nicht erst ‚auffällig’ werden müssen, dafür gibt es nun ein präventives Angebot für diese Kinder: Tabus durch Informationen ersetzen, Schuldgefühle durchkreuzen, traumatisierende Erlebnisse bereden. Die aus dem Rahmen fallende Situation soll für die Kinder in keiner Weise zu einer fortdauernden Isolation führen. Wir wünschen, dass die geplante Ausdehnung gelingt.

1000 Euro Preis

Tanz die Toleranz (Wien)

Tanz die Toleranz

Mit dem Projekt beschreitet die Caritas Wien seit 2007 neue Wege in der Integrationsarbeit. Das gemeinsame Tanzen fordert und fördert Persönlichkeit und Selbstwert und eröffnet neue Perspektiven. Tanz die Toleranz steht für Projekte, in denen professionelle ChoreographInnen mit Laien unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen Choreographien entwickeln, proben und aufführen.

Ansprechperson: Ulrike Levri

Telefon: +43 1 878 12 207, +43 664 842 7669

E-Mail: ulrike.levri(at)caritas-wien.at, http://www.caritas-wien.at

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Würdigung der Jury: Das Projekt agiert und integriert direkt aus dem Tanzen heraus. Es setzt nicht an der ‚sozialen Randgruppe’ als solcher an, sondern an den Beziehungen der einzelnen zueinander, am Potential darin. Es tut bzw. tanzt einfach, schaut wie’s wirkt und findet so Zugänge. Weil Tanz als ‚gemeinsame Sprache’ per se verbindet und wertschätzt. Wir wünschen noch viele fruchtbringende Begegnungen.

1000 Euro Preis

Unternehmen Helden (Wien)

Unternehmen Helden bietet Firmen die Möglichkeit sozial aktiv zu werden. Im Rahmen eines Teambuilding-Workshops helfen Firmen mit Ihrem Team für ein oder zwei Tage in Sozialeinrichtungen und erledigen dringende anstehende handwerkliche Projekte. Ob es sich dabei um einen lang ersehnten Spielplatz für die Kleinen, oder einen Aufenthaltsraum für ruhebedürftige Mütter oder Heizungen für Asylwerbende handelt. Die dabei entstehende win-win-Situation ist einer neuen Moral der Wirtschaft bestens angepasst.

Ansprechperson: Alexander Litschauer

Telefon: +43 1 890 30 3030, +43 699 1 453 9593

E-Mail: office(at)heimwerkerei.at

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Würdigung der Jury: Auf unbeschwerte Art und Weise wird soziales Engagement mit Personalentwicklungsmaßnahmen verknüpft. Teambuilding mit Profit für soziale NGOs. Hoffentlich finden sich noch viele Teamentwicklungsmöglichkeiten mit sozialem Nutzen durch handwerkliche Arbeit…

1000 Euro Preis

V³ - Vandalismus, Vorurteile, Vorbild / Frischluft (Vorarlberg)

Das Projekt „V³ (Vandalismus, Vorurteile, Vorbild) – Freiluft“ der Offenen Jugendarbeit Lauterach und Hard kommt dem stark spürbaren Handlungsbedarf im Bereich Jugendkriminalität (Vandalismus) nach. Durch eine vielseitige Herangehensweise konnten viele Jugendliche, Erwachsene und SystempartnerInnen erreicht werden. Jugendliche verbringen ihre Freizeit häufig in öffentlichen Freiräumen. Diese werden immer knapper und es kommt häufig zu Problemen. Statt Alibilösungen, die langfristig wenig Wirkung zeigen, wird das Problem an der Wurzel angegangen. Ziel ist es, die Toleranzgrenze höher zu setzen, Zivilcourage und den übergenerationellen Austausch zu fördern.

Ansprechperson: Cornelia Reibnegger, Manuela Preuß

Telefon: +43 650 8628687, +43 664 964 2340

E-Mail: cornelia.reibnegger(at)sprengel.at, manuela.preuss(at)lauterach.at

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Würdigung der Jury: Gemeindeübergreifend und in alle Richtungen gut vernetzt arbeiten die Offenen JugendarbeiterInnen gemeinsam mit den Jugendlichen und in Folge mit dem erwachsenen Bevölkerungsteil Vandalismus auf, wie er entsteht und wie man ihn umleiten kann. Beherzt, kreativ und ohne Scheu. Nebeneffekt: die bestehenden Jugendtreffs werden attraktiver, die Offene Jugendarbeit kompetenter erlebt. Die vielfältigen Aktionen nützen die Energie, die sich hinter dem Ausgangsproblem verbirgt. Die erzielte Resonanz zeigt Folgen: das Projekt geht weiter, die Jugendlichen dürfen mitentscheiden. Andere Gemeinden wollen sich ein Beispiel nehmen.

1000 Euro Preis

We're in it Together (Tschechische Republik)

(Jedeme v tom s Vámi)

„We're in it Together“ (Jedeme v tom s Vámi!) helps to remove barriers in Prague public transport and make it accessible to people with physical and/or multiple disabilities, families with small children and seniors. The project gives celebrities, public figures, civil servants, students and anybody else an opportunity to go their usual way by public transport in a wheelchair, with an assistant. Their usual path becomes very unusual, as they can only use barrier free ways, stations, stops and means of transport.

Ansprechperson: Erik Čipera

Telefon: 00420 241 083 551, 00420 739 006 382

E-Mail: erik(at)asistence.org, stredisko(at)asistence.org

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Würdigung der Jury: Barrieren werden bildhaft für die Mehrheitsbevölkerung übersetzt, die verantwortlichen PolitikerInnen sollen beeindruckt werden, damit sie handeln. Durch den Rollenwechsel wird dem Thema Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen, Familien mit kleinen Kindern oder SeniorInnen Eintritt verschafft in die öffentliche Diskussion, mit ersten Erfolgen. Vernetzt, die Öffentlichkeit kreativ nutzend, spielerisch konfrontierend und konsequent – wir wünschen einen langen Atem.

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