Theater Ecce (Salzburg, 2009)
cross sectoral and community artsNominiert
Theater Ecce integriert "Randgruppen" in professionelle Theater- und Filmarbeit und thematisiert damit seit 12 Jahren gesellschaftspolitische Themen mit großer Öffentlichkeit. Wir stellen so einen Dialog zwischen Gesellschaftsgruppen und Institutionen (Migrantinnen, Menschen mit Behinderung Psychiatrieerfahrene,... Kunst, Soziales, Gesundheit, Bildung, Wirtschaft, ...) her, die sonst kaum Berührungspunkte haben.
weiter »zurück im Sommer (Tirol, 2009)
fleisch is mei gmiasNominiert
In den Blickregimen der Öffentlichkeit sollen Wohnungslose in der Innenstadt von Innsbruck unsichtbar bleiben. Das Projekt zurück im Sommer setzt der Verdrängung von Wohnungslosen bildhafte und erzählende Momente entgegen. Wohnungslose dokumentieren ihre alltäglichen Stationen und fotografieren ihren besten Moment des Tages. Als KuratorInnen der in der Stadt verstreuten Ausstellung formulieren ihre eigenen Bildproduktion den öffentlichen Raum als Frage: Wem gehört die Stadt?
weiter »anders cool! ZIMD Burschentraining (Wien, 2009)
für Identitätsfindung & friedliche Konfliktlösung1000 Euro Preis
Emanzipatorische und interkulturelle Burschenarbeit zur Identitätsfindung und friedlichen Konfliktkompetenz. Burschen fällt es immer schwerer, ein "richtiger Bub und Mann" zu werden. Männer sind derzeit das gewalttätigere Geschlecht. Männlicher Nachwuchs zeigt laut Studien immer gravierendere Verhaltens- und Leistungsprobleme, die ihn von der sozialen Teilhabe abschneiden. Fehlende Präsenz von Männern in der Erziehung gilt dafür als ein Schlüsselfaktor. Das ZIMD Burschentraining stellt sich den Chancen und Herausforderungen der männlichen Migration und Integration. Es schafft mit reflektierten Männern als Trainer und Berater Verständnis, Selbstbehauptung, Identitätsfindung und friedensfähige Konfliktkompetenz, und leistet damit eine Grundlage zu nachhaltigem sozialem Wandel.
weiter »Burschen bei der Entwicklung einer sinnvollen männlichen Identität zu unterstützen ist eine wichtige Voraussetzung für die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern. Quer zum Mainstream wird den Burschen im System Schule ein Raum angeboten, sich selbst zu erobern ohne zu erniedrigen. Wir finden, es gibt noch ein großes Betätigungsfeld.
St. Gabriel (Steiermark, 2009)
Tagesstrukturierende Maßnahmen für Menschen mit Fluchthintergrund und besonderem BetreuungsbedarfNominiert
Für Menschen mit Fluchthintergrund ist es aufgrund sprachlicher Probleme, kultureller Unterschiede und ihres Rechtsstatus oft sehr schwierig sozialpsychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hier sollen die Maßnahmen ansetzen und diese Personen an bestehende Betreuungseinrichtungen heranführen bzw. eine Voraussetzung für eine langfristige Wohnversorgung u.U. noch während eines laufenden Asylverfahrens schaffen. Die Ziele sind hierbei Strukturierung des Tagesablaufes, Vermittlung gesundheitlicher und integrationsrelevanter Themen, Kochen, Stärkung sozialer Kontakte, Sport, Kennenlernen der Umgebung.
weiter »Unternehmen Helden (Wien, 2009)
1000 Euro Preis
Unternehmen Helden bietet Firmen die Möglichkeit sozial aktiv zu werden. Im Rahmen eines Teambuilding-Workshops helfen Firmen mit Ihrem Team für ein oder zwei Tage in Sozialeinrichtungen und erledigen dringende anstehende handwerkliche Projekte. Ob es sich dabei um einen lang ersehnten Spielplatz für die Kleinen, oder einen Aufenthaltsraum für ruhebedürftige Mütter oder Heizungen für Asylwerbende handelt. Die dabei entstehende win-win-Situation ist einer neuen Moral der Wirtschaft bestens angepasst.
weiter »Auf unbeschwerte Art und Weise wird soziales Engagement mit Personalentwicklungsmaßnahmen verknüpft. Teambuilding mit Profit für soziale NGOs. Hoffentlich finden sich noch viele Teamentwicklungsmöglichkeiten mit sozialem Nutzen durch handwerkliche Arbeit…
School Enrolment and Community Action in Csörög (Ungarn, 2009)
1. Preis
Rund ein Drittel der Volksschulen in Ungarn schließt Roma-Kinder durch Segregation vom normalen Unterricht aus. Sie werden in eigenen Klassen und schlecht ausgestattet unterrichtet. Im Projekt School Enrolment and Community Action im Ungarischen Csörög treten Roma-Mütter, unterstützt durch eine NGO, gegen diese Praxis auf, die seit 2003 in Ungarn explizit gesetzwidrig ist. Die Schlechterstellung der Kinder hat Folgen am Arbeitsmarkt und zieht weitere Diskriminierung nach sich. Gegen die apartheid-ähnlichen Bildungsstrukturen setzen die betroffenen Mütter, fachlich, medial und anwaltlich unterstützt, die Ausschöpfung des legistischen Rahmens. Die kämpferische Aktivierung der Betroffenen stärkt das Selbstbewusstsein der gesamten Roma-Community und zwingt die ausgrenzenden AkteurInnen zur Vorsicht – und zur Einhaltung der Gesetze.
weiter »Volle Ausschöpfung des legalen Rahmens, öffentliche Anklage und kämpferische Aktivierung der Betroffenen. Diese Bündelung zeigt überzeugende Wirkung: auf das Selbstbewusstsein der engagierten Frauen und in Folge auf die RomaCommunity selbst, auf deren Wahrnehmung durch alle anderen, auf die Handlungen der schulischen und politischen Entscheidungsträger. Die RomaMütter werden von sich aus mächtig und zwingen die ausgrenzenden AkteurInnen zur Vorsicht – und zur Einhaltung der Gesetze. Wir wünschen maximalen Erfolg.
HOUSING FIRST (Slowenien, 2009)
Development of a practical model and relevant policiesNominiert
Project is about development, implementation and evaluation of first model of resettlement program for homeless people in Slovenia. It also aims toward developing more comprehensive and coordinated policies in this field. It is based on „housing first” approach in which the adequate and safe housing is the base for improvement the quality of human life and consequently achieving certain desired changes in the life of an individual.
weiter »Sexualität - das vollwertige Leben (Tschechien, 2009)
Nominiert
Das Ziel des Projektes ist es, in der Region Pilsen das erste Kontaktzentrum zu bilden, welches sich systematisch mit der Sexualität, den zwischenmenschlichen Beziehungen und der eigenen Identität der jungen Leute mit geistiger Behinderung beschäftigt."
weiter »Tanz die Toleranz (Wien, 2009)
Tanz die Toleranz1000 Euro Preis
Mit dem Projekt beschreitet die Caritas Wien seit 2007 neue Wege in der Integrationsarbeit. Das gemeinsame Tanzen fordert und fördert Persönlichkeit und Selbstwert und eröffnet neue Perspektiven. Tanz die Toleranz steht für Projekte, in denen professionelle ChoreographInnen mit Laien unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen Choreographien entwickeln, proben und aufführen.
weiter »Das Projekt agiert und integriert direkt aus dem Tanzen heraus. Es setzt nicht an der ‚sozialen Randgruppe’ als solcher an, sondern an den Beziehungen der einzelnen zueinander, am Potential darin. Es tut bzw. tanzt einfach, schaut wie’s wirkt und findet so Zugänge. Weil Tanz als ‚gemeinsame Sprache’ per se verbindet und wertschätzt. Wir wünschen noch viele fruchtbringende Begegnungen.
neunerHAUS ZAHNARZT (Wien, 2009)
Bedarfsgerechte zahnmedizinische Versorgung für wohnungs- und obdachlose Menschen in Wien1000 Euro Preis
Obdachlose leben nicht nur in einer schlechten gesundheitlichen Verfassung sondern sind auch besonders stark von kranken und schmerzenden Zähnen betroffen. neunerHAUS Zahnarzt bietet niederschwellige, bedarfsgerechte und leistbare zahnmedizinische Versorgung für obdachlose Menschen in Wien. Das Angebot entspricht jenem von niedergelassenen ZahnärztInnen und wird zu einem erheblichen Teil von engagierten ehrenamtlichen ZahnärztInnen durchgeführt.
weiter »Angebot schließt Versorgungslücke beim Recht auf medizinische Versorgung für alle und nimmt die zuständigen Stellen dabei in die Pflicht. Eine maßgeschneiderte, interdisziplinäre und zielgruppenadäquate Umsetzung, die Mitleid durch Selbstverständlichkeit ersetzt. Auf dass das Angebot die Nachfrage stimulieren möge.




