Preisträger

 

1. Preis

Kein Kies zum Kurven Kratzen (Steiermark)

InterACT – Werkstatt für Theater und Soziokultur

Einreichende Person: Mag. Dr. Michael Wrentschur
Web-Adresse: www.interact-online.org
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Die Auseinandersetzung mit der neuen Armut in Rollenspielen und Theateraufführungen stärkt unmittelbar die involvierten Personen, macht Armut diskutierbar und setzt gleichzeitig weiter reichende Impulse auf der politischen Ebene zur Bekämpfung und Prävention von Armut . Die laufende wissenschaftliche Analyse und Evaluierung sichert Weiterentwicklung und argumentative Fundierung. Eine gelungene Verbindung von engagiert-partizipativem Theater, fundierter gesellschaftspolitischer Kritik und zielführenden Aktionen, komplex und konkret zugleich. Möge die österreichweite Ausdehnung 2010 dieselben herzeigbaren Resultate bringen wie in der Steiermark!

2. Preis

LebensDESIGN (Salzburg)

Lebenshilfe Salzburg gemeinnützige GmbH

Einreichende Person: Mag. Claudia Tomasini
Web-Adresse: http://www.lebensdesign.eu
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Zwei Welten, völlig unterschiedlich ausgerichtet, arbeiten zusammen. Diese Zusammenarbeit will das Bild, das sich die Gesellschaft, also wir alle, zu Menschen mit Behinderungen und deren Leistungsvermögen machen, konterkarieren. Menschen mit Behinderungen produzieren Luxus. Die angehenden DesignerInnen der Fachhochschule beschäftigen sich mit den Produktionsbedingungen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Das Porsche Design Studio kann seine Kreativität ganz anders zeigen. Ich kaufe LebensDESIGN-Produkte nicht aus Mitleid sondern wegen der Marke. Die Expansion ist bereits geplant, wir wünschen, dass sie gelingt. Insbesondere in den Köpfen!

3. Preis

Balu und Du (Wien)

Ganztagsvolksschule Europaschule

Einreichende Person: Dr. Gabriele Lener
Web-Adresse: www.europaschule-wien.com
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SchülerInnen aus sozial schwierigem Umfeld erwerben soziale Kompetenzen und Selbstsicherheit für ihr weiteres Leben, die elterliche Erziehung wird komplettiert, die Klassengemeinschaft unterstützt, die KlassenlehrerInnen werden entlastet, die Studentinnen auf ihr zukünftiges Berufsleben realitätsnäher vorbereitet. Eine positive Wirkung tritt unmittelbar ein, sichtbar am Verhalten der Moglis, oder daran, dass einen Balu zu haben als Auszeichnung erlebt wird, am Engagement der StudentInnen und LehrerInnen, an den wissenschaftlichen Ergebnissen. Ein – noch – kleines, aber effizientes Korrektiv der sozialen Schere im Bildungsbereich, wir hoffen auf Expansion und Nachahmung!

1000 Euro Preis

SOPHIE (Wien)

Volkshilfe Wien

Einreichende Person: Mag. Eva van Rahden
Web-Adresse: www.sophie.or.at
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Niederschwellig, anonym, muttersprachlich, akzeptierend. Egal, ob die Frauen Sexdienstleistungen erbringen oder nicht (mehr), ob sie was anderes tun wollen oder nicht. So baut der BildungsRaum für Sexarbeiterinnen Vertrauen auf. Ein ausschließender Raum macht Diskriminierung sichtbar und Probleme besprechbar. Fachliche und gesellschaftspolitisch gezielte Öffentlichkeitsarbeit will auch den öffentlichen Handlungsraum für Sexarbeiterinnen vergrößern. Und wenn sie ihre Rechte und Pflichten kennen, können sie diese auch erstreiten wollen – gegenüber den Behörden, den Freiern und der Polizei. Auf dass die Spielräume weiterhin vergrößert werden!

1000 Euro Preis

LASST DIE WELT HEREIN – ICH MÖCHTE – MICH SEIN (Wien)

Geriatriezentrum Donaustadt Wien

Einreichende Person: DGKS Silvia Haupt
Web-Adresse: www.wienkav.at/kav/gzd
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Im Kontext eines großen Geriatriezentrum wird eine Station umgestellt, auf Bezugspflege, auf wohnliche Atmosphäre, darauf, dass der Ablauf auf den/die Einzelne ausgerichtet ist, dass nicht das Stationäre im Vordergrund steht, sondern das Normale im Leben. Der Gesundheitszustand der BewohnerInnen verbessert sich, das zeigt nicht zuletzt die laufende wissenschaftliche Evaluierung, die Krankenstände der MitarbeiterInnen verringern sich um 20%. Daher werden zwei weitere Stationen umgestellt. Eine mutige, eine ermutigende Maßnahme für ältere und alte Menschen. Wir hoffen, dass sich in einigen Jahren alle 9 Stationen am ‚normalen täglichen Leben’ orientieren.

1000 Euro Preis

innovia Akademie (Tirol)

innovia – Service und Beratung zur Chancengleichheit gemeinnützige GmbH

Einreichende Person: Mag. Vera Sokol
Web-Adresse: www.innovia.at
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Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten und Behinderungen lehren wie Organisationen und Institutionen mit dem Thema ‚Behinderung, Chancengleichheit und Barrierefreiheit’ sinnvollerweise umgehen sollen, ExpertInnen mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen arbeiten als qualifizierte Workshop- und SeminarleiterInnen mit, um ihre Erfahrungen in das Lernen einfließen zu lassen. Eigentlich selbstverständlich, oder? Wir möchten uns bedanken, dass mit diesem Projekt die Selbstverständlichkeit – nicht über sondern von Menschen mit Behinderungen lernen – Einzug in die Praxis hält.

1000 Euro Preis

Sprachausbildung für die Polizei (Wien)

Bundesministerium für Inneres, Sicherheitsakademie

Einreichende Person: Thomas GREIS
Web-Adresse: www.bmi.gv.at
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Endlich wird mit diesem Projekt die Wichtigkeit von sprachlicher und interkultureller Kompetenz für ein sensibles und erfolgreiches Handeln der PolizeibeamtInnen erkannt – getreu dem eigenen Motto: „Durch gegenseitiges Verstehen zum gegenseitigen Verständnis“. Und: dem Projekt geht es neben dem Erlernen der fremden Sprache insbesondere auch um die Änderung der eigenen Haltung gegenüber dem oder der Fremden, um das Anstoßen von Reflektionsprozessen. Andere Länder zeigen sich bereits interessiert… Auf dass sich durch einen respektvollen Polizeiauftritt das Bild zur Polizei in allen Köpfen, den eigenen wie den fremden, verändere!

1000 Euro Preis

Magdi (Ungarn)

ZöFi – Hungarian Young Greens

Einreichende Person: Monika Balint
Web-Adresse: www.zofi.hu
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Jung, unabhängig und gleichzeitig gut eingebunden. Ein umtriebiges Netzwerk als Plattform und Einladung an jeden und jede BewohnerIn für ein Aktivsein im Sinne der – sozial noch fragilen – Gemeinschaft in einem schon zu lange vernachlässigten Teil der Budapester Josefstadt. Stadtteilzeitung, Videoblog, Straßenfestival, Kunstaktion, Workshops, Tauschflohmark,… – die BewohnerInnen organisieren sich selbst. Vielfältiges community development, eine grassroots-Bewegung von der feinsten Sorte. Wir wünschen der umsichtigen Energie der AktivistInnen viele Tankstellen, auf dass sie die soziale und kulturelle Distanz des Viertels zum Rest von Budapest überwinden hilft.

1000 Euro Preis

IGR – Zukunft im Grenzraum (Burgenland)

Lead-Partner: ÖGB Burgenland

Einreichende Person: Mag. Eszter Toth
Web-Adresse: www.igr.at
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Eine sehr notwendige grenzüberschreitende Zusammenarbeit von gewerkschaftlichen Organisationen, damit die Ungleichgewichte des Arbeitsmarktes zwischen Burgenland und Westungarn weniger ungestraft die Schwächsten auf diesem Markt trifft. Die Unterstützung kommt – sprachlich und örtlich – so nah wie möglich zu den betroffenen ArbeitnehmerInnen, in verschiedenen Grenzorten, in den Betrieben, an den Grenzübergängen. Konkret nützlich für den oder die Einzelne, bewusstseinsbildend für die arbeitsmarktpolitischen Akteure, gegenseitige Vorurteile abbauend für die Öffentlichkeit. Gemeinsam gegen falsche Feindbilder, wir wünschen einen langen Atem.

1000 Euro Preis

Verbund Stromhilfefonds der Caritas (Wien)

Caritas Österreich und Verbund

Einreichende Person: Beate McGinn
Web-Adresse: www.verbund.at
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Eine langfristig angelegte Kooperation zwischen Profit- und Non-Profit-Bereich kombiniert finanzielle Akuthilfe mit Hilfe zur nachhaltigen Verhaltensänderung. EnergieberaterInnen kommen ins Haus, analysieren und helfen, energiesparende Maßnahmen zu finden, Gerätetausch und Überbrückungshilfe für Stromrechnungen wenn nötig inkludiert. Hochschwellig, weil nicht einfach Geld gegeben wird, aber wirksam. Energiesparendes Verhalten ist ökonomische Notwendigkeit. Nach einem Jahr wird der Erfolg kontrolliert, jener der Energieberatung und jener der Kooperation zwischen Verbund und Caritas. Zudem sollen andere (Energie)Unternehmen ins Boot geholt werden. Möge der Funke überspringen!