bestimmtes Projekt?
1. Preis
Social housing reconstruction camp (Ungarn)
Foundation for the College for Advanced Studies in Social Theory
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Einreichende Person: Vera Kovács Web-Adresse: http://www.szepitotabor.hu/ |
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Wohnungsnot ist im heutigen Ungarn ein verbreitetes Armutssymptom. StudentInnen sehen das, fahren hin und entwickeln ein Projekt mit multipler Wirkung: Häuser sind renoviert, Energiekosten gespart, Mietrückstände entscheidend verringert; die erlebte Zusammenarbeit mit (inter)nationalen VolontärInnen hat auf die Siedlung eine zart belebende Wirkung, die Kommune willigt in den Tausch Mietrückstände gegen Wertsteigerung des Wohnungsbestandes ein, der Enthusiasmus der InitiatorInnen trägt Früchte. Wunderbar wie politisch-soziale Sensibilität in konkret aufbauende Unterstützung mündet. Wir wünschen viele weitere „Social Housing Reconstruction Camps“ – mit beispielgebender Wirkung!
2. Preis
Armutsgrenze?! (Wien)
Verein ScienceCenter-Netzwerk
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Einreichende Person: Dr. Kathrin Unterleitner Web-Adresse: www.science-center-net.at |
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Einfach in der Anwendung, beeindruckend in der Wirkung. Ein komplexes Thema spielerisch aufbereitet, so dass es für Kinder ‚angreifbar’ wird: Was heißt für mich Arm-Sein, wo setze ich die Grenze zum Reich-Sein? Die Kinder sollen Meinungen haben und Argumente finden – und sozial sensibel bleiben. Sie dürfen auch Lösungen finden gegen das Arm-Sein der Kinder in den zehn Geschichten. Behutsam und klar regt das Spiel zum Weiterdenken an, auch die SpielleiterInnen sind davor nicht gefeit. Möge die „Armutsgrenze ?!“ vielschichtig eingesetzt werden und somit helfen, der Armut engere Grenzen zu setzen!
3. Preis
Sarah und die Wolke (Burgenland)
WG Fühl Dich Wohl
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Einreichende Person: Mag. Erika Kronabitter, Gerald Herowitsch-Trinkl |
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Schwer vorstellbar, dass es das für die mehr als 10.000 fremduntergebrachten Kinder in Österreich bisher nicht gab: ein altersgerecht geschriebenes und illustriertes Buch, bestens geeignet zur Auseinandersetzung mit der eigenen, nicht besonders freudvollen Lebensgeschichte. In mehreren Feedbackschleifen erarbeitet, konfrontiert uns „Sarah und die Wolke“ mit der unheilen Familie, die den Kindern das Leben schwer macht, bisweilen verunmöglicht. Ein leider notwendiges Hilfsmittel, das hoffentlich hilft, familiäre Missbrauchslinien zu unterbrechen. Und vielleicht auch die politisch Verantwortlichen sensibilisiert. Das nächste Buch beginnt auf Seite 39, mit Franz am Tisch...
1000 Euro Preis
ALLTAG-RASSISMUS (Wien)
8ung!
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Einreichende Person: Ralf Müller Web-Adresse: www.alltag-rassismus.at |
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Jugendliche beobachten ihr alltägliches Lebensumfeld und halten ausgrenzende Handlungen, fremdenfeindliche Bilder, rassistische Aussagen fotografisch fest. In der wandernden Ausstellung „Alltag-Rassismus“ werden sie sichtbar. Sie lassen sich angreifen, diskutieren, erklären, bekämpfen, irgendwann verhindern. Es geht um soziale Sensibilität, darum, dass Gewalt gegen Schwächere von Feigheit zeugt, dass die Jugendlichen strukturelle Gewalt durchschauen, um das Entwickeln von sozialer Verantwortung, von Zivilcourage, damit das Wegschauen nicht mehr so einfach ist. Beteiligende Jugendarbeit der sozial intelligenten Art.
1000 Euro Preis
I €AN – Workshops für einen guten Start ins Geldleben (Wien)
Die Zweite Wiener Vereins-Sparcasse
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Einreichende Person: Annunziata Schmidt-Chiari Web-Adresse: http://www.zweitesparkasse.at |
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Zugeschnitten auf deren spezifischen Lebenssituation werden Lehrlinge im Rahmen des ersten oder zweiten Jahres ihrer Ausbildung in Lehrwerkstätten auf ein finanziell autonomes Leben vorbereitet. Prophylaktisch sorgen ehrenamtliche ExpertInnen in den „I €an – Workshops“ dafür, dass die Jugendlichen mit den Begehrlichkeiten der Konsumwelt unseres Wirtschaftssystems ihrem sozialen Status entsprechend umgehen lernen. Dass sie also möglichst ‚unverschuldet’ bleiben. Auf dass die Workshops ihr Ziel erreichen, nicht nur in Wien, sondern auch – wie geplant – anderswo in Österreich.
1000 Euro Preis
Ohrenblicke (Salzburg)
Radiofabrik – Verein Freier Rundfunk Salzburg
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Einreichende Person: Mag. Barbara Winkler Web-Adresse: www.ohrenblicke.eu |
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Blinde und sehbehinderte Menschen können mit Unterstützung eines speziell für sie entwickelten technischen Hilfsmittels eigenständig Radio machen. Nicht nur hören sondern auch hörbar machen, sich hörbar machen. Ein freies Radio eignet sich gut dafür wie die Redaktion „Ohrenblicke“ beweist, eine bunte Mischung aus alt und jung, schon in der Radioarbeit Erfahrenen und Neulingen – die Radioarbeit wird technisch und redaktionell erlernt, ergänzend zum Studium, als berufliche Perspektive, um Themen unter die ZuhörerInnen zu bringen, um Diskussionen anzuregen. Beim Hören muss man nicht sehen. Beim Radiomachen sieht man die Unterschiede nicht. Nicht nur in Salzburg, bitte überall.
1000 Euro Preis
KAMA – Kursangebote von AsylwerberInnen, MigrantInnen und Asylberechtigten (Wien)
Verein KAMA
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Einreichende Person: Frau Sonja Pargfrieder Web-Adresse: http://www.kama.or.at |
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Wie könnte ein Hineinwachsen in die Mehrheitsgesellschaft besser funktionieren als über konkretes Zeigen, was man kann? Wir Einheimischen können die Kompetenzen von jenen, die zu uns kommen, nützen. Wir erleben sie als KursleiterInnen ‚lehrend’ und sie erleben uns als von ihnen Lernende. Nebenbei vertiefen sie ihre Deutschkenntnisse und verdienen etwas Geld, was ein Teil von ihnen sonst nicht kann. Explizit ohne staatliche Unterstützung bietet „KAMA“ einen Rahmen für AsylwerberInnen, MigrantInnen und Asylberechtigte, der gesellschaftlichen Realität in Österreich selbstbewusster zu begegnen. Es ist leider keine Selbstverständlichkeit. Daher zeichnen wir es aus.
1000 Euro Preis
STEPSS Follow-up (Ungarn)
Hungarian Helsinki Committee (HHC)
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Einreichende Person: Balázs Tóth Web-Adresse: www.helsinki.hu |
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Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nationalisierung der Politik oder einer Polizeigewerkschaft, die rund 18% der PolizistInnen zu ihren Mitgliedern zählt und 2009 eine Kooperation mit der rechtsextremen Jobbik eingegangen ist, zeigt sich die Bedeutung der „lokalen Meetings von PolizistInnen und Mitgliedern der Roma-Community“. Zum einen wegen ihrer Symbolkraft, zum anderen, um Sicherheitsthemen nicht dem rechten politischen Rand und seinen erschreckenden Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt zu überlassen. Mutig, notwendig, Partei ergreifend für ein sicheres und verständigeres Zusammenleben. Möge es helfen, den gesellschaftlichen Riss zu verkleinern!
1000 Euro Preis
Development and maintenance of online sign language dictionary (Ungarn)
Hallatlan Foundation
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Einreichende Person: Mr. Pál Bartos Web-Adresse: www.hallatlan.hu/en |
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Weil die Gebärdensprache außerhalb der Welt der Hörbehinderten nicht sehr weit verbreitet ist, ist das Online-Wörterbuch für Gebärdensprache ein Hilfsmittel, das die alltägliche Kommunikation mit Hörenden enorm erleichtert. Der weit verbreitete Internetzugang macht die Nutzung niederschwellig, eine Übersetzung ist somit fast immer und überall schnell abrufbar, der verfügbare Wortschatz wird laufend erweitert. Die Gebärdensprache wird zur normalen nationalen Fremdsprache, aktuell auf Ungarisch, hoffentlich bald in vielen anderen Sprachen!
1000 Euro Preis
Frauenrat für Tschetschenische Flüchtlinge (Wien)
Österreichisch Kaukasiche Gesellschaft
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Einreichende Person: Fr. MA Dums Nataliya Web-Adresse: www.kaukasus.or.at/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=17 |
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Mit Beratungen, Hausbesuchen, Workshops – und durch ihre Vorbildfunktion – zeigen die „Frauenrätinnen“ den Frauen und Mädchen aus Tschetschenien wie diskriminierende Vorstellungen zur Rolle der Frau sie in ihrer Entwicklung und ihrem Weiterkommen in der österreichischen Gesellschaft behindern. Der tschetschenische „Frauenrat“ nutzt einen vertrauten Begriff aus der alten Heimat und Elemente der tschetschenischen Tradition, um Tschetscheninnen in ihrem neuen Leben zu orientieren, sie über österreichische Gesetze und Gewohnheiten aufzuklären. Im eigenen ethnischen Milieu frauenpolitisch engagiert – eine verstörende Mischung, die sich hoffentlich weiter ausbreitet.




