Integration Assistance Program (Wien)

Nicht österreichische Mitarbeiterinnen im Niedriglohnsektor – etwa in der Reinigungsbranche, im Vertrieb oder in der Gastronomie – werden vertraulich und kostenlos beraten, sofern sie dies wollen. Der Kontakt wird über das Unternehmen hergestellt, die unmittelbar vorgesetzte Managementebene ist ebenfalls eingebunden. Die Leistung umfasst dabei betriebliche Sozialarbeit (zB bei finanziellen oder Wohnungsproblemen, Betreuungspflichten etc.), Mediation, berufliches Coaching und individuelles Sprachtraining. Die Begleitung folgt den Bedürfnissen der Frauen, sowohl inhaltlich als auch örtlich und zeitlich. Die Finanzierung übernimmt aktuell das BMI, à la longue sollen aber die nutznießenden Unternehmen dafür zahlen.

Jahr: 2012

Land/Bundesland: Wien

Felder: Arbeit / Arbeitslosigkeit / Berufsqualifikation, Armut / Wohnungslosigkeit / Verschuldung, Migration / Interkulturelles / Ethnizität

Altersgruppen: 19 - 25 Jahre = junge Erwachsene, 26 - 60 Jahre = Erwachsene

Geschlecht: weiblich

Projektträger: crosslink & company

Einreichende Person: Elfriede Kreuzer

Web-Adresse: http://www.crosslink.co.at

1000 Euro Preis

Frauen, die selbst oder deren Eltern nach Österreich zuwanderten oder flüchten mussten, sind am österreichischen Arbeitsmarkt benachteiligt, gehören zu den sogenannten ‚working poor’ und sind für Lobbyingaktivitäten eher uninteressant. Umso mehr begrüßen wir die Arbeit des Integration Assistance Program, da sich diese Frauen schwer selbst aus ihrer sozialen Malaise ziehen können. Wir zeichnen sowohl die konkrete Arbeit aus als auch das Anliegen, die Unternehmen zu überzeugen, für diese Leistung zu zahlen. Möge dadurch der Blick für würdige(re) Arbeitsbedingungen der Frauen im Niedriglohnsektor geschärft werden!