STEPSS Follow-up (Ungarn)
Local consultative meetings for police officers and members of the Roma minorityIn lokalen Meetings von PolizistInnen und Mitgliedern der Roma-Community, wird diesen beiden Gruppen ein Rahmen, eine Struktur für ein Miteinander-Reden angeboten. So soll verzerrten Wahrnehmungen der jeweils anderen Gruppe gegengesteuert, Vertrauen und Verbindungen untereinander auf- und bereits einzementierte Vorurteile abgebaut werden. Eventuell gelingt es auch, ein gemeinsames Verständnis zur Polizeipraxis, zum Gesetzesvollzug, zur Kriminalität und zu Fragen der kommunalen Sicherheit herzustellen. PolizistInnen sollen von ihrem Hang zum ‚ethnic profiling’ gegen Roma abgehalten werden, und Roma sollen lernen, sich einer sozialen Auseinandersetzung zu stellen.
Land/Bundesland: Ungarn
Felder: Gewaltprävention / Opferhilfe, Kriminalität / Justiz / Straffälligenhilfe, Migration / Interkulturelles / Ethnizität
Altersgruppen: alle Altersgruppen
Geschlecht: männlich & weiblich
Projektträger: Hungarian Helsinki Committee (HHC)
Einreichende Person: Balázs Tóth
Web-Adresse: www.helsinki.hu
1000 Euro Preis
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nationalisierung der Politik oder einer Polizeigewerkschaft, die rund 18% der PolizistInnen zu ihren Mitgliedern zählt und 2009 eine Kooperation mit der rechtsextremen Jobbik eingegangen ist, zeigt sich die Bedeutung der „lokalen Meetings von PolizistInnen und Mitgliedern der Roma-Community“. Zum einen wegen ihrer Symbolkraft, zum anderen, um Sicherheitsthemen nicht dem rechten politischen Rand und seinen erschreckenden Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt zu überlassen. Mutig, notwendig, Partei ergreifend für ein sicheres und verständigeres Zusammenleben. Möge es helfen, den gesellschaftlichen Riss zu verkleinern!




