Wohnst du schon oder lebst du noch? Soziale Innovation Im Lebens(t)raum Wohnen

24.11.2017

Our Workshops

Veranstaltung am Freitag, 24. November 2017 im Wohnprojekt-Wien

Nach vierzehn Jahren SozialMarie wissen wir, dass soziale Innovationen in vielen verschiedenen Bereichen gebraucht und umgesetzt werden, von Bildung, Gesundheit, Stadtentwicklung bis hin zu Kunst und Kultur. Heuer widmen wir uns dem umfangreichen Bereich Wohnen und beleuchten diesen aus unterschiedlichen Perspektiven: Expert*innen halten Impulsvorträge und Projektvertreter*innen diskutieren anschließen in einer offenen Gesprächsrunde. Als Veranstaltungsort wählten wir das Wohnprojekt Wien, das als gemeinschaftliche und nachhaltige Initiative eine geeignete und inspirierende Kulisse für die Veranstaltung bot.

Willi Nowak, VCÖ-Mobilität und Zukunft, Vorstand Sargfabrik
Die Sargfabrik, im Herzen des Matznerviertels in Wien Penzing gelegen, ist seit den 1980er-Jahren an bis heute Pionier für unterschiedlichste Aspekte selbstverwalteter Wohnprojekte. Innovativ zeigte sich die Sargfabrik beginnend mit der Rekonstruktion des Wohnheimes über eigenen Kindergarten, Gastronomie, Bad oder ein ausgeprägtes Kulturangebot bis hin zu neuen Formen der Partizipation. Die Sargfabrik experimentiert mit Sonderwohnformen für spezielle gesellschaftliche Gruppen, wie Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen und Ältere.

Christoph Chorherr, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Gemeinderat, Die Grünen
Stadt statt Siedlung: Wie kann die Stadtplanung nutzungsneutrale Räume, von denen es genug gibt, für urbane Initiativen fördern? 

Cornelia Schindler, ss | plus architektur
Wie funktioniert Mitbestimmung im großvolumigen Wohnbau? Wie können instabile Gruppen in stabile „Bewohner*innen Systeme“ umgewandelt werden? Kann eine Mischung aus top-down und bottom-up Prozessen funktionieren oder sind die beiden Ansätze zu verschieden, sodass es nicht gelingen kann? Was können Konzepte, die zum gemeinschaftlichen Wohnen ähnlich funktionieren (wie privates Carsharing) vom partizipativen Wohnprojekten lernen?

Bernhard Heinzlmaier, Institut für Jugendkulturforschung, t-factory 
75% der jungen Österreicher*innen suchen Halt im Leben. Es herrscht die Angst vor sozialem Abstieg und Statusverlust. In Zeiten der Unsicherheit ist ein verlässlicher Rückzugsraum wichtig. Die eigenen vier Wände sind die „kleine Heimat“ einer verunsicherten Generation. Was müssen wir tun, um der Jugend diesen sicheren Rückzugsort garantieren zu können? 

 

neunerhaus, Wien, Preisträger 2005
Der Verein neunerhaus arbeitet erfolgreich an der Schaffung unbefristeter Wohnmöglichkeiten für obdachlose und wohnungslose Menschen, und bietet Betroffenen Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Ziel, die eigene Lebenssituation nachhaltig zu verändern.

SOZIALGmbH Betreutes Wohnen Kabelwerk, Wien, Nominiert 2016
Bewohner*innen des Betreuten Wohnen Kabelwerk diskutieren und erarbeiten gemeinsam Bilder und Haltungen zu ihren Rechten. Sie legen damit die Grundbausteine für Leitlinien und Wertesäulen in der Begleitung von Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf.

JUNO-Wohnen, Wien, Nominiert 2017
Die oft prekäre Wohn- und Lebenssituation von Ein-Eltern Familien wird durch die Bildung von gemeinschaftlichen Wohnformen verbessert: Nicht nur die Kosten werden gesenkt, auch der soziale Zusammenhalt wird ermöglicht und gefördert.

Liebes Kreta (Homebase in Objekt 19), Wien, Nominiert 2017
Liebes Kreta, ein Social Lab, sammelt Geschichten von Bewohner*innen des Favoritner Stadtteils „Kreta“, deckt somit Herausforderungen und Potenziale des Grätzels auf und begegnet diesen auf kreative Weise bei der Entwicklung von Social Design-Prototypen.

 

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