BBM Farm – Community Garden & Culture Space”

Projektträger: Bike Maffia Egyesület - Bike Maffia Association

Verantwortliche*r: Priksz Gábor

2026

Nominiert

HU

Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft

Herausforderung

Kindern in staatlicher Obhut und Kindern aus benachteiligten Familien fehlen oft ein stabiles soziales Umfeld, unterstützende Beziehungen und Möglichkeiten zum Erfahrungslernen, was ihr Risiko der Ausgrenzung erhöht. Stadtbewohner haben nur begrenzte Möglichkeiten, sich mit nachhaltiger Lebensweise und Nahrungsmittelproduktion auseinanderzusetzen. Der Sozialbereich benötigt inklusive Räume für gemeinsames Lernen, doch nur wenige Einrichtungen bieten sinnvolle Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement in Verbindung mit unterstützenden Beschäftigungsangeboten für Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind.

Idee

Dies ist ein städtischer Gemeinschaftsraum, in dem Permakultur, soziale Unterstützung, Bildung und Kultur sich gegenseitig ergänzen. Praktische Gartenarbeiten helfen Kindern, Familien und Anwohnern, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Obdachlose Menschen können hier eine sinnvolle Beschäftigung und ein Gefühl der Zugehörigkeit finden. Kulturelle Programme fördern das Bewusstsein und tragen zur finanziellen Nachhaltigkeit bei. Zusammen bilden diese Elemente ein ganzheitliches Modell, das ökologische, soziale und gemeinschaftliche Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtig

Akteur*innen

Der Gartenleiter leitet den Betrieb und wird dabei von ehrenamtlichen Gärtnern unterstützt. Das Gastronomie-Team kümmert sich um das Catering, während Trainer die Unternehmensprogramme durchführen. Ein Bildungsspezialist betreut die Aktivitäten für Kinder, und ein Programmkoordinator organisiert kulturelle Veranstaltungen. Ein Fundraiser ist für Partnerschaften und die Pflege der Spenderbeziehungen zuständig. Im Einklang mit den partizipativen Grundsätzen von Bike Maffia werden Entscheidungen gemeinsam und in enger Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen und Obdachlosenunterkünften getroffen.

Wirkung

Auf systemischer Ebene schafft das Projekt einen nicht-institutionellen Lernraum, fördert die soziale Verantwortung von Unternehmen und verbreitet Modelle der urbanen Landwirtschaft. Auf Gemeindeebene stärkt es den Dialog zwischen verschiedenen Gruppen. Auf individueller Ebene entwickeln die Teilnehmenden praktische und soziale Kompetenzen sowie eine größere Selbstständigkeit. Diese Fortschritte werden anhand der Erledigung von Aufgaben sowie anhand von Rückmeldungen vor und nach dem Programm erfasst.

Transfer

Permakultur- und städtische Landwirtschaftsmodelle lassen sich leicht in Gemeinschaftsgärten umsetzen, selbst wenn diese nur über begrenzte Flächen und Ressourcen verfügen. Dieser Ansatz, der Lernen und Beschäftigung miteinander verbindet, eignet sich besonders gut für soziale Einrichtungen, Kinderheime und Nachbarschaftsgruppen. Das Programm 2026 konzentriert sich darauf, diese Methodik an Einrichtungen weiterzugeben, damit diese sie eigenständig umsetzen können. Kulturelle Elemente können an unterschiedliche lokale Anforderungen angepasst werden.