Der Krieg in der Ukraine hat die Slowakei vor eine neue Herausforderung bei der Bildung ausländischer Kinder gestellt und gleichzeitig einen Mangel an psychosozialer Unterstützung offenbart. Diese Kinder haben sonderpädagogischen Förderbedarf, darunter die Betreuung bei Traumata und PTBS, doch den Lehrkräften fehlten die erforderlichen Kompetenzen. Darüber hinaus verfügte die Slowakei weder über eine nationale Strategie für die Bildung ausländischer Kinder noch über ausgereifte sprachliche, psychosoziale oder kulturelle Bildungsangebote.
Comprehensive Integration Program EDU-UA
Projektträger: Inklucentrum-Centre for inclusive education
Verantwortliche*r: Jana Gott-Ridillová
2026
Nominiert
SK
Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft
Bildung
Recht, Gerechtigkeit
Soziales, Gesundheit
Dieser Ansatz verbindet personenzentrierte Methoden, gewaltfreie Kommunikation und traumainformierte Techniken, die auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. An zehn Pilotschulen wurde psychologische Erste Hilfe geleistet, gefolgt von sprachlicher Unterstützung und Beurteilungen. Es wurden zwei inklusive Sprachzentren mit angepassten Kursen eingerichtet, ukrainische Fachkräfte wurden in das staatliche Schulsystem integriert, und eine Überarbeitung der Schulgesetzgebung ist im Gange.
Ein Projektleiter ist für die Koordination und Interessenvertretung zuständig und wird dabei von einem Leiter für Interessenvertretung in den Bereichen Netzwerkarbeit und Gesetzgebung unterstützt. Drei Experten leisten sprachliche und psychosoziale Unterstützung, während Analysten fünf Studien erstellen. Zehn ukrainische Psychosozialfachkräfte arbeiten direkt in den Schulen. Das Team wird durch ein ukrainisches Psychologenteam und slowakische Sprachförderlehrer ergänzt; die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Stadt Bratislava und ausgewählten Pilotgrundschulen.
Ukrainische Fachkräfte wurden nun offiziell in slowakische Beratungsstellen und Schulen integriert, und es wurden per Gesetz zweckgebundene Mittel bereitgestellt. Ein einzigartiges ukrainisches Psychologenteam steht der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. In Bratislava werden zehn Pilotklassen zur Integration eingerichtet, und Fachkräfte im gesamten Schulsystem werden in traumainformierter Praxis geschult, wovon alle Kinder profitieren werden,
Was als Krisenreaktion begann, hat sich zu einem breit anwendbaren Modell entwickelt. Traumainformierte Ansätze und Inklusionsprinzipien kommen nun allen gefährdeten Kindern zugute. Gesetzesänderungen kommen Kindern aus marginalisierten Gemeinschaften zugute. Mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) wird das Modell im Rahmen einer neuen Säule bis 2028 ausgeweitet und in die Erwachsenenbildung, die Beratungspraxis sowie methodische Leitlinien für Anpassungsklassen im ganzen Land integriert.