Hoffnung für traumatisierte Teenager

Nominiert 2020

Land: Österreich, Kroatien

Region: ganz Österreich, Sisak-Moslavina, Split-Dalmatien, Stadt Zagreb

Sektor: Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft

Handlungsfelder: Migration, Opferhilfe, Psychosoziale Beeinträchtigungen

Projektträger: ACT NOW, Projektgruppe "Trauma Surviving and Hope"

Verantwortliche*r: Katharina Zangerl

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Herausforderung

Viele aus Krisengebieten vertriebene Teenager leiden unter Traumata und post-traumatischen Stress. Die Länder entlang der Westbalkan-Route, darunter Kroatien und Österreich, haben keine Strategie für entsprechende psychosoziale Unterstützung. Erhebungen haben gezeigt, dass auch für lokale Teenager ein Mangel an psychosozialer Unterstützung besteht.

Idee

Leicht zu lesende Trauma-Booklets informieren Teenager und Bezugspersonen über Auswirkungen von Traumata. Sie zeigen Unterstützungsmöglichkeiten für Nicht-Experten auf. Von einer multikulturellen Expert*innengruppe initiiert, sind sie sprachlich und kulturell adaptierbar. Über das Now Mayors Network werden sie auf Gemeinde-Ebene integriert.

Akteur*innen

Teenager (12+) aus verschiedenen Kulturen sind in Projektdesign, Testphasen und die Identifikation von Unterstützungsmöglichkeiten einbezogen. Ehren- und hauptamtliche Bezugspersonen ohne psychosoziale Ausbildung können wirksame Unterstützung der Teenager leisten. Die Einbeziehung der Städte und Regionen gewährt eine nachhaltige Verankerung.

Wirkung

Die Bewältigung traumatischer Ereignisse wird mit einem „do no harm-Ansatz“ vorangetrieben. Hunderten Teenagern und Bezugspersonen wurde durch ihre aktive Einbeziehung bewusst, dass sie nicht allein gelassen sind. Expert*innen und lokale Entscheidungsträger*innen sind sich einig über die Notwendigkeit transnationaler Strategien zur Traumabewältigung.

Transfer

Die Übertragbarkeit auf andere Regionen sowie einen anderen Kontext sind ein Schlüsselmerkmal. Das Projekt wurde so konzipiert, dass es in einem Umfeld, in dem sich Standort, Rechtsstatus und Zugehörigkeit schnell ändern können, wirksam ist. Es legt den Schwerpunkt auf die Einbeziehung der kulturellen, religiösen und sprachlichen Vielfalt.