Jugendliche in Südkroatien, insbesondere diejenigen, die auf Inseln oder in ländlichen, unterversorgten Gemeinden leben, haben nur sehr begrenzten Zugang zu MINT-Ressourcen wie Museen und außerschulischen Aktivitäten. Schulen in kleineren Orten verfügen über veraltete Lehrpläne, und Lehrkräfte haben nur begrenzte Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung. Da es an informellen, entspannten Umgebungen fehlt, in denen sie sich mit Naturwissenschaften auseinandersetzen können, empfinden die Schüler MINT-Fächer oft als zu komplex, was dazu führt, dass wichtige Kompetenzen nur unzureichend entwickelt werden.
STEM EduCamp
Projektträger: Udruga "Osnaži-usavrši-integriraj za razvoj"
Verantwortliche*r: dr. sc. Mia Čović
2026
Nominiert
HR
Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft
Bildung
Soziales, Gesundheit
Interaktive Workshops, Outdoor-Camps und Hackathons bieten Schülern praktische Erfahrungen im MINT-Bereich, während Fortbildungsprogramme und eine engagierte Lerngemeinschaft die Lehrkräfte unterstützen. Wissenschaftspicknicks und Veranstaltungen im Freien fördern die Beteiligung ganzer Gemeinden. Durch experimentelles Lernen in ungezwungenem Rahmen fördert die Initiative die frühzeitige wissenschaftliche Bildung, die Motivation und gleiche Chancen für Schüler, denen sonst der Zugang verwehrt bliebe.
Das OUI-Team setzt die Initiative gemeinsam mit MINT-Fachleuten und Freiwilligen um. Ein Koordinator ist für die Aktivitäten, die Logistik und die Zusammenarbeit mit den Schulen zuständig, während Experten Workshops und Fortbildungen für Lehrkräfte leiten. Die Lehrkräfte testen neue Unterrichtsmaterialien, die in einem Schulhandbuch veröffentlicht werden, und tragen zur Wirkungsmessung bei. Partner aus der Gemeinde organisieren lokale Veranstaltungen, und Freiwillige unterstützen die Vorbereitung dieser Veranstaltungen und der Workshops.
Die quantitativen Auswirkungen werden anhand der Anzahl der beteiligten Schüler, Lehrer und Schulen sowie der Häufigkeit von Workshops und Veranstaltungen erfasst. Die qualitativen Auswirkungen werden anhand von Bewertungsfragebögen gemessen, die Veränderungen hinsichtlich des Selbstvertrauens, des Interesses und der Wahrnehmung der eigenen Begabung im MINT-Bereich erfassen. Die Problemlösungsfähigkeiten werden durch Beobachtung und anhand vorab festgelegter Kriterien bewertet, während das Engagement in der Gemeinschaft anhand der Beteiligung und des Feedbacks lokaler Interessengruppen gemessen wird.
Das Modell, das von Anfang an auf Mobilität ausgelegt war, lässt sich mit seinem mobilen Labor, den modularen Workshops und den frei zugänglichen Materialien problemlos an den Einsatz in anderen Regionen und Ländern anpassen. Es ist besonders wertvoll in ländlichen und unterversorgten Gebieten, eignet sich aber ebenso für städtische Umgebungen, verschiedene Schultypen und ein breites Spektrum an Altersgruppen.