STEPSS Follow-up

1.000 Euro Preis 2011

Land: Ungarn

Region: Landesweit umgesetzt

Sektor: Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft

Handlungsfelder: Gewaltprävention, Kriminalität, Migration

Projektträger: Hungarian Helsinki Committee (HHC)

Verantwortliche*r: Balázs Tóth

Webseite: Link zur Website

Worum geht es?

In lokalen Meetings von PolizistInnen und Mitgliedern der Roma-Community, wird diesen beiden Gruppen ein Rahmen, eine Struktur für ein Miteinander-Reden angeboten. So soll verzerrten Wahrnehmungen der jeweils anderen Gruppe gegengesteuert, Vertrauen und Verbindungen untereinander auf- und bereits einzementierte Vorurteile abgebaut werden. Eventuell gelingt es auch, ein gemeinsames Verständnis zur Polizeipraxis, zum Gesetzesvollzug, zur Kriminalität und zu Fragen der kommunalen Sicherheit herzustellen. PolizistInnen sollen von ihrem Hang zum ‚ethnic profiling’ gegen Roma abgehalten werden, und Roma sollen lernen, sich einer sozialen Auseinandersetzung zu stellen.

Würdigung der Jury

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Nationalisierung der Politik oder einer Polizeigewerkschaft, die rund 18% der PolizistInnen zu ihren Mitgliedern zählt und 2009 eine Kooperation mit der rechtsextremen Jobbik eingegangen ist, zeigt sich die Bedeutung der „lokalen Meetings von PolizistInnen und Mitgliedern der Roma-Community“. Zum einen wegen ihrer Symbolkraft, zum anderen, um Sicherheitsthemen nicht dem rechten politischen Rand und seinen erschreckenden Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt zu überlassen. Mutig, notwendig, Partei ergreifend für ein sicheres und verständigeres Zusammenleben. Möge es helfen, den gesellschaftlichen Riss zu verkleinern!