Jarokelo.hu

1.000 Euro Preis 2014

Land: Ungarn

Region: Landesweit umgesetzt

Sektor: Zivilgesellschaft / Sozialwirtschaft

Handlungsfelder: Armut

Projektträger: Média Centrum Non-profit Association

Verantwortliche*r: Le Marietta

Webseite: Link zur Website

Worum geht es?

Der Flâneur, so die Übersetzung von Járókelö, bietet den BewohnerInnen von Budapest eine Plattform, auf der sie Löcher im Gehsteig, heruntergefallene Äste oder kaputte Sitzbänke öffentlich machen können, und gleichzeitig senden die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen das Anliegen an die zuständige Stelle in der kommunalen Verwaltung. Letztere ist somit aufgefordert, den Missstand im öffentlichen Raum zu beseitigen und dies ebenso öffentlich zu kommunizieren. Bisher wurden an die 1000 Fälle gut gelöst, das entspricht ~2/3 der eingebrachten Beschwerden. Gibt es gar keine Reaktion, werden durchaus auch die Medien aktiviert. Nyíregyháza im Osten Ungarns hat bald auch ein jarokelo.hu, zehn Städte im Westen sollen folgen.

 

Würdigung der Jury

Soziale Medien ermöglichen neue Formen der Kommunikation zwischen BewohnerInnen einer Großstadt wie Budapest und ihren kommunalen Verwaltungsbehörden: Die einen informieren über Zustände in ihrer öffentlichen Nachbarschaft, die ihnen auf- bzw. missfallen, mit oder ohne Lösungsidee, die anderen finden Wege, die beobachteten Zustände zu verbessern. Beides wird veröffentlicht, die Legitimation der kommunalen Tätigkeit erhöht. Die Verwaltungsorgane können die Bevölkerung über diesen Weg auch um Feedback für ihre Dienstleistungen befragen. Zivilgesellschaftlich verantwortliches Handeln wird von der Kommune aufgegriffen. Ein sozial innovativer Prozess ist gut in Gang gesetzt…