Mediamonitor Program

1.000 Euro Preis 2007

Land: Ungarn

Region: Landesweit umgesetzt

Handlungsfelder: Erwachsenenbildung, Suchtkrankheit

Projektträger: Hungarian Cicil Liberties Union

Verantwortliche*r: István Gábor Takács

Webseite: Link zur Website

Worum geht es?
Es war ein langer Tag. Die Arbeit ist getan, endlich Freizeit. Vielleicht ein guter Moment um den Tag, im Sofa versunken, genüsslich mit den neuesten Nachrichten ausklingen zu lassen. Aber was muss man/frau da schon wieder sehen: Immer diese Süchtigen. Und ein bisschen schockiert hilft da nur ein kräftiger Schluck. Das Thema Drogen ist mit Vorurteilen und Irrmeinungen behaftet, oft weitab des Standes der gegenwärtigen Erkenntnis von Wissenschaft und Forschung. Immer für eine absatzfördernde Schlagzeile gut, trägt diese Art der medialen Diskussion massiv zur sozialen Ausgrenzung und Stigmatisierung Betroffener bei. Die Rechte all jener, die sehr schnell in den Dunstkreis von Suchterkrankungen gezogen werden, erfahren dabei keinerlei Berücksichtigung. Dem will das Budapester Projekt Mediamonitor für Ungarn abhelfen: Medienbeobachtung, Website, Vorträge und anderer Aktivitäten sollen wirklichem Wissen und einer rationaleren Haltung zum Thema Drogen Öffentlichkeit verschaffen und der Stigmatisierung vorbeugen. Veröffentlichungen werden kommentiert und mit Fakten und Daten begegnet, Gegendarstellungen veröffentlicht. Seit der Preisverleihung hat sich daraus ein Dialog mit MedienvertreterInnen entwickelt. In Workshops treffen JournalistInnen auf ForscherInnen und können so ihr Wissen auffrischen und vertiefen.
Würdigung der Jury
Noch mehr als in Österreich ist das Thema Drogen in Budapest & Ungarn behaftet mit Vorurteilen und Irrmeinungen weitab des gegenwärtigen Stands von Wissenschaft und Forschung. Dem will Mediamonitor abhelfen: Medienbeobachtung, Website, Vorträge und eine Vielfalt anderer Aktivitäten sollen wirklichem Wissen und einer rationaleren Haltung zum Thema Drogen Öffentlichkeit verschaffen und der Stigmatisierung vorbeugen. Dem prämierten Projekt ist zu wünschen, dass es - für JournalistInnen und Medien und darüber hinaus - zur Kontrollinstanz wird und seiner aufgeklärten Drogen-Sicht immer mehr Nachhall verleihen kann.