
Jeweils eine Woche lang werden in den nächsten Wochen in umgekehrter alphabetischer Reihenfolge die Preisträgerprojekte der SozialMarie 2010 hier nocheinmal ausführlich vorgestellt.
Pflegeheime sind meist spitalsähnlich strukturiert und sichern die pflegerische und medizinische Betreuung, wobei für die sozialen Bedürfnisse der Betroffenen nur wenige Ressourcen zur Verfügung stehen. Das 3- jährige Projekt „LASST DIE WELT HEREIN - ICH MÖCHTE – MICH- SEIN“ hat sich zum Ziel gesetzt, Konzepte für eine Lebenswelt im Pflegeheim für und mit den BewohnerInnen zu erstellen, welche die sozialen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen, dem Wohlbefinden dienen und eine Weiterentwicklung fördern. Mit dem sozialwissenschaftlichen Instrument der Sozialkapital-Messung wurde eine Studie durchgeführt.
Jahr: 2010
Land/Bundesland: Wien
Sektor: öffentliche Verwaltung
Handlungsfelder: Erwachsenenbildung/ Bewusstseinsbildung, Gesundheit/ Pflege
Altersgruppen: Alter = ab 60 Jahre
Geschlecht: männlich & weiblich
Projektträger: Geriatriezentrum Donaustadt Wien
Ansprechperson: DGKS Silvia Haupt
Telefon: +43 1 28802 8462
E-Mail: silvia.haupt(at)wienkav.at
www.wienkav.at/kav/gzd
Projektbeschreibung 
Jurybegründung deutsch/englisch
Würdigung der Jury: Im Kontext eines großen Geriatriezentrum wird eine Station umgestellt, auf Bezugspflege, auf wohnliche Atmosphäre, darauf, dass der Ablauf auf den/die Einzelne ausgerichtet ist, dass nicht das Stationäre im Vordergrund steht, sondern das Normale im Leben. Der Gesundheitszustand der BewohnerInnen verbessert sich, das zeigt nicht zuletzt die laufende wissenschaftliche Evaluierung, die Krankenstände der MitarbeiterInnen verringern sich um 20%. Daher werden zwei weitere Stationen umgestellt. Eine mutige, eine ermutigende Maßnahme für ältere und alte Menschen. Wir hoffen, dass sich in einigen Jahren alle 9 Stationen am ‚normalen täglichen Leben’ orientieren.
Mein Mann und ich haben am 24. Juni das Geriatriezentrum Donaustadt besucht. Wir wurden von der Leiterin des Projekts, Frau Haupt und dem leitenden Arzt sehr herzlich begrüßt und durch die Abteilung geführt. Es war ein sehr netter aber auch interessanter und informativer Nachmittag den wir mit den BewohnerInnen und MitarbeiterInnen der Abteilung verbringen durften.
Wir haben vereinbart, dass die BewohnerInnen des Geriatrizentrums zusammen mit Ihren BetreuerInnen am 14. Oktober um 14.00 Uhr in die Österreichische Nationalbibliothek zu einer Spezialführung mit anschließendem Empfang in meinem Büro kommen.
Darüber hinaus habe ich der Chefredakteurin des Standard, Frau Dr. Alexandra Föderl-Schmid von dem Projekt erzählt. Der Standard wird im Herbst eine Schwerpunktausgabe zum Thema „Überalterung unserer Gesellschaft“ haben. Ich habe Frau Föderl-Schmid die Daten von Frau Haupt übermittelt. Es ist sehr gut möglich, dass hier ein Bericht erscheint.