Ehrenschutz

Die besondere Aufgabe des aktiven Ehrenschutzes der SozialMarie besteht darin, eines der Siegerprojekte nach ihrer Auszeichnung ein Jahr lang zu begleiten, zu unterstützen. Jedes Jahr übernehmen inspirierende Persönlichkeiten bei der Preisverleihung am 1. Mai den Ehrenschutz für jene Länder, die ganzheitlich zum Einreichgebiet der SozialMarie gehören, für Österreich, Ungarn, Tschechien und für die Slowakei.

Augustin (Prince) Pallikunnel

Augustin (Prince) Pallikunnel

Aktiver Ehrenschutz SozialMarie 2017 in Österreich

Überall auf der Welt leben unzählige Menschen ohne Hoffnung und Aussicht auf eine Besserung ihrer Lebensumstände. Wenn diese Menschen unverhofft etwas Positives erfahren, etwas, was sie sich nie vorstellen konnten, beginnen sie das Leben von einer anderen, schöneren Perspektive zu betrachten. Sie trauen sich wieder zu hoffen, sie können sich auf bessere Aussichten einlassen. Dass unser Handeln ein Lächeln auf ihre Gesichter zaubern und ihnen etwas Glück schenken kann, macht unser Leben sinnvoll und vollkommen."

Augustin (Prince) Pallikunnel ist zum Wegweiser für das freudige und respektvolle Zusammenleben verschiedener Kulturen geworden, seitdem er Anfang der 90er Jahre nach Wien kam um Wirtschaft zu studieren. Seit 1999 führt er den bekannten PROSI Supermarket in der Kandlgasse, der Lebensmittel aus aller Welt anbietet und Kosmopolitismus in das Grätzl bringt, ein Kosmetik- und Haargeschäft nebenan, zudem veranstaltet er beliebte Straßenfeste ‚Exotic Festivals‘, bietet internationale Kochkurse an und eröffnete kürzlich das PROSI Indian Restaurant an der gegenüberliegenden Ecke. Dabei hat er erfolgreich zum interkulturellen Zusammenleben in Wien beigetragen, denn im Sinne eines Austausches auf Augenhöhe zwischen verschiedenen Kulturen wird Integration ermöglicht. Pallikunnel wuchs in Kerala, Indien auf und gründete zusätzlich 2011 die PROSI Global Charity Foundation, die sich der direkten Unterstützung und Hilfeleistung sozial und ökonomisch Ärmerer weltweit verpflichtet hat und Wohltätigkeitsprojekte auf verschiedenen Kontinenten, sowie in Österreich umsetzt.

Tímea Junghaus

Tímea Junghaus

Aktiver Ehrenschutz SozialMarie 2017 in Ungarn

“Soziale Innovation ist für mich das Herz davon, wie wir uns als Gesellschaften wiedererfinden. Und dieses “Wir“ braucht die Wiedererfindung als Inspiration für den Kampf gegen die Apathie und die Dumpfheit des Gewöhnlichen. Wir brauchen frische Ideen und bahnbrechende Lösungen, um soziale Probleme gefühlvoll und wirksam zu bekämpfen und gleichzeitig Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und zeitgenössische Kreativität nicht zu vergessen. Die SozialMarie vereinigt die ehrbaren Ritter und Ritterinnen des sozialen Wandels und feiert ihre Fantasie und ihre Weisheit. Sie beweist die Macht des Vorrangs des Kollektivs, der Gemeinschaft und der Gesellschaft vor individuellen Bedürfnissen und bloßen Unternehmensprofiten… Das ist eine überaus wertvolle Lektion, sie lehrt uns, unser manchmal verschlissenes, langweiliges, erschöpftes und unachtsames Selbst zu transzendieren um uns auf die Suche zu machen nach neuen Arten zu blühen“.

Tímea Junghaus ist eine Kunsthistorikerin und Kuratorin zeitgenössischer Kunst. Seit 2010 ist sie eine Forschungsstipendiatin der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Sie ist Mitherausgeberin und eine der Autorinnen von Meet Your Neighbours – Contemporary Roma Art from Europe (2006), einer umfassenden Publikation über die bildende Kunst der europäischen Roma. Sie war die Kuratorin bei der Eröffnung (2004) und den Ausstellungen der Budapester János Balázs-Galerie, des Roma-Teils der Hidden Holocaust-Ausstellung in der Budapester Kunsthalle, und des Ersten Roma-Pavillons bei der 52. Internationalen Kunstausstellung der Biennale Venedig (2007). Rezente Beispiele ihrer Arbeit als Kuratorin sind: Archive and Scholarly Conference on Roma Hiphop (2010), The Romani Elders and their Public Intervention for the Unfinished Memorial to the Sinti and Roma Murdered Under the National Socialist Regime an der 7. Berliner Biennale (2012), Roma Body Politics I.-III. in der Gallery8 in Budapest (2015), Transmitting Trauma? im Berliner Aufbau Haus (2015), Gypsy – Under Erasure an der Göteborger Biennale (2015), (Re-)Conceptualizing Roma Resistance am Hellerau – Zentrum für Europäische Künste Dresden (2016). Sie hat umfassend zu den Konjunktionen moderner, zeitgenössischer Kunst und Kritischer Theorie geforscht und publiziert, mit besonderem Bezug zu Themen wie kultureller Differenz, Kolonialismus sowie Minderheiten und ihrer Vertretung. Junghaus ist die Gründerdirektorin der European Roma Cultural Foundation, einer unabhängigen Stiftung, die Gallery8 – Roma Contemporary Art Space eingerichtet hat. Junghaus ist schließlich die Kuratorin der Sektion Bildende Kunst des RomArchive (2017), des digitalen Roma-Archivs.

Lejla Abbasová

Lejla Abbasová

Aktiver Ehrenschutz SozialMarie 2017 in der Tschechischen Republik

Lejla Abbasová arbeitet, seit sie 18 war, für wichtige tschechische TV-Sender als Moderatorin und fungiert außerdem als Gastgeberin bei kulturellen Events, Konferenzen und diversen Programmen, auf Tschechisch und auf Englisch. Mit 21 wurde sie zur Sprecherin der Liga Ethnischer Minderheiten und sie arbeitet dort als Koordinatorin des Adoption aus der Ferne-Projektes, das kenianische Kinder sponsert. Später gründete Lejla die Ansante Kenya-Stiftung und das Medela-Projekt, das sich bemüht, benachteiligte Kinder von überall auf der Welt zu unterstützen. Asante Kenya hat 19 kenianische Projekte finanziert, vom Bereich Bildung (Bau von Schulen und von Beherbergungseinrichtungen für Schülerinnen und Schüler) bis zur Prävention Weiblicher Genitalverstümmelung. Die Stiftung unterstützt die Internetcafé-Kurse des computer study lab e-afric@ für Slum-Kinder. Zudem hat Asante Kenya den Bau von fünf Schulen finanziert. Gemeinsam mit der NGO Njovo wurde zudem ein Wohltätigkeits-e-shop eingerichtet, Imana.cz, wo afrikanische Accessoires verkauft werden. Das Medela-Projekt unterstützt Non-Profit-Organisationen und ihre konkreten Projekte. Es hat einen speziellen Kalender produziert, in dem der Fotograf Jan Saudek berühmte tschechische Frauen präsentierte. Mit „Märchen aus anderen Welten“ hat Medela zudem ein Buch herausgegeben, das aus den Ländern, wo Medela aktiv ist, Märchen erzählt. Lejla war auch die treibende Kraft hinter dem Dokumentarfilm „Medela“ (was auf Lateinisch „Hilfe“ bedeutet), den Regisseurin Olga Sommerová gemeinsam mit dem Tschechischen Fernsehen drehte. Für ihre humanitären Aktivitäten hat Lejla vom tschechischen Außenministerium 2009 eine Bronze-Medaille verliehen bekommen. Sie hat 2009/10 für das Menschenrechtsministerium als Sprecherin gearbeitet. Lejla ist eine Ehrenschützerin des Duke of Edinburgh’s International Award und von vielen anderen Non-Profit-Projekten.

Iveta Radičová

Iveta Radičová

Aktiver Ehrenschutz SozialMarie 2017 in der Slowakei

Prof. Dr. Iveta Radičová ist Soziologie-Professorin an der Bratislava International School of Liberal Arts (BISLA) und Sonderberaterin der EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung. Sie hat den Großteil ihrer beruflichen Laufbahn der Sozial- und Familienpolitik gewidmet. 1992 hat sie das Non-Profit-Social Policy Analysis Centre gegründet. 2005 wurde sie zur Direktorin des Soziologieinstituts der Slowakischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Als Gastprofessorin hat Iveta Radičová an Universitäten in Österreich, Belgien, Tschechien, Finnland, Schweden, Großbritannien und den USA unterrichtet. Sie war 2013 Fellow des Zentral- und Osteuropa-Medien und Demokratieprojektes an der Universität Oxford und 2015 Richard von Weizsäcker-Fellow an der Robert Bosch Academy sowie Fullbright-Fellow an der New School for Social Research in New York.

Iveta Radičová hat von 2010 bis 2012 als Premierministerin der Slowakischen Republik (SR) fungiert. 2006-09 war sie Vize-Vorsitzende des Ausschusses für Soziale Angelegenheiten und Wohnen im slowakischen Parlament, 2005-06 Ministerin für Arbeit und Soziale Angelegenheiten der SR und 2011-12 Verteidigungsministerin. Als Expertin für Sozialpolitik bei der Europäischen Kommission hat Iveta Radičová auch an europäischen Projekten teilgenommen, deren Fokus die Koordination von Sozialversicherungssystemen und der Informationsaustausch zur Sozialpolitik der Mitgliedsländer war (MISSOC, TRESS, FRESCO). Iveta Radičová hat zahlreiche Bücher und Studien publiziert und herausgegeben, die die Transformation des sozialen Systems in der Slowakei und anderen post-realsozialistischen Ländern nachzeichnen. Sie ist ein Mitglied der World Leadership Alliance-Club de Madrid und des Council of Women World Leaders.

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