Ehrenschutz

Die besondere Aufgabe des aktiven Ehrenschutzes der SozialMarie besteht darin, eines der Preisträgerprojekte oder Nominierungen nach ihrer Auszeichnung ein Jahr lang zu begleiten, zu unterstützen. Jedes Jahr übernehmen inspirierende Persönlichkeiten bei der Preisverleihung am 1. Mai den Ehrenschutz für jene Länder, die ganzheitlich zum Einreichgebiet der SozialMarie gehören: für Österreich, Ungarn, Tschechien, für die Slowakei und Kroatien.

Herta Stockbauer

Herta Stockbauer

Ehrenschutz in Österreich 2020

„Soziale Verantwortung zu übernehmen ist eine wesentliche Komponente um unsere Gesellschaft nachhaltig positiv zu verändern. Jeder einzelne kann einen Beitrag leisten. Es braucht nur den Willen und ein offenes Herz. Die SozialMarie fördert und unterstützt die besten und innovativsten sozialen Projekte und macht diese sichtbar. Sie eröffnet neue Wege und hilft uns Barrieren zu überwinden. Es ist mir eine Freude, den Ehrenschutz zu übernehmen.“

Mag. Dr. Herta Stockbauer studierte Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und war danach als Universitätsassistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt tätig. 1992 trat sie in die BKS Bank ein und arbeitete im Firmenkunden- und Wertpapiergeschäft, bevor sie in die Abteilung Controlling und Rechnungswesen wechselte. 1996 wurde sie Abteilungsleiterin, 2004 Mitglied des Vorstandes und im Jahr 2014 erfolgte die Ernennung zur Vorsitzenden des Vorstandes. Sie ist Mitglied des Aufsichtsrates der Österreichischen Post AG und der Oesterreichischen Kontrollbank AG, sowie Vizepräsidentin von respACT – austrian business council for sustainable development.

 

Foto © Arnold Poeschl

Barbara Erős

Barbara Erős

Ehrenschutz in Ungarn 2020

„Der Regimewechsel von 1989 schuf Raum für landesweite soziale Innovationen. Mit meinen Freund*innen waren wir an der Gestaltung und dem Aufbau eines neuen Landes und einer neuen Zivilgesellschaft beteiligt. Die Erfahrung, als eine der systemverändernden Jugendlichen zu agieren, bestimmte mein ganzes Leben und meine Begeisterung.“

Barbara Erős ist Kulturanthropologin von Beruf und widmet sich seit 25 Jahren der Entwicklung der Zivilgesellschaft und der sozialen Innovation in Ungarn, dem Westbalkan und mit Blick auf Äthiopien und Vietnam. Sie begann ihre Karriere bei Ashoka: Innovators for the Public, die ihr die Idee des sozialen Unternehmertums grundlegend nahe brachten. Danach sammelte sie Erfahrungen in der Gestaltung von auf CSO zugeschnittenen Vergabesystemen und in der Wirkungsfinanzierung bei der Stiftung für die Entwicklung demokratischer Rechte – DemNet Ungarn. 2017 wurde sie zur MagNet Bank, Ungarns erster und einziger wertorientierter Gemeinschaftsbank, als Leiterin der Abteilung für Zivilgesellschaft und Gemeinschaftsbeziehungen eingeladen. Was ihre größere soziale Rolle betrifft, so arbeitet sie an der Stärkung des ungarischen Ökosystems für soziales Unternehmertum/Startups.

Dušan Ondrušek

Dušan Ondrušek

Ehrenschutz in der Slowakei 2020

"Wir steuern auf eine Zeit zu, in der der Fortschritt von Technologie und künstlicher Intelligenz dazu führt, dass alle vorhersehbaren Aktivitäten und Arbeitsaufgaben, die automatisiert, geplant und wiederholt ausgeführt werden können, von Computerprogrammen und Robotern geplant, automatisiert und ausgeführt werden. Es gibt jedoch Tätigkeiten, die Roboter nicht bewältigen können. Das sind Tätigkeiten, die Einfühlungsvermögen, Mitgefühl und das Gefühl von Wert-Dilemmata erfordern. Es wird immer ein Bedürfnis nach Menschen geben. Deshalb brauchen wir soziale Innovatoren, Menschen, die kreativ sein können, zum Wohle von uns allen. Ich schätze diese originellen Menschen mit einem guten Herzen."

Dušan Ondrušek ist Senior-Trainer und Berater. 1991 gründete er Partners for Democratic Change Slovakia (PDCS), eine Organisation, die er über 20 Jahre lang leitete. Als Psychologe widmete er sich der Beratung, Therapie, Lehre sowie der Erforschung des Altruismus und der Wirksamkeit verschiedener Trainingsformen. Seit 1990 konzentriert er sich auf Ausbildung und Beratung in den Bereichen kommunale Konfliktlösung, gewaltfreie Kommunikation, Organisationsentwicklung, partizipative Erziehung und Entscheidungsfindung. Er verfügt über umfassende internationale Erfahrungen in der Durchführung von Programmen zur Konfliktlösung. Als Ausbilder und Vermittler hat er über 2.000 Schulungen in vierzig Ländern geleitet. Er hat an mehreren Universitäten Vorlesungen gehalten: an der Comenius-Universität und der Wirtschaftsuniversität in Bratislava, der Europäischen Friedensuniversität in StadtSchlaining und der Donau-Universität in Krems. Er ist Autor und Co-Autor von 16 Büchern und vielen Fachartikeln.

Petr Šmíd

Petr Šmíd

Ehrenschutz in der Tschechischen Republik 2020

"Der Markt und das Geld lösen nicht alle bekannten Probleme. Der Staat auch nicht. Die aktuelle Coronavirus-Epidemie, bei der die Menschen die Initiative ergreifen, ist eine gute Gelegenheit, die Bedeutung sozialer Innovationen in der Praxis zu erkennen. Deshalb freue ich mich, in diesem außergewöhnlichen Jahr den Ehrenschutz für die SozialMarie zu übernehmen."

Petr Šmíd leitet Googles Verbrauchermarketing für Mittel- und Osteuropa und versucht, den Nutzer*innen in dieser Region das Beste von Googles Verbrauchertechnologie zu vermitteln. Er begann bei McKinsey & Company, wo er sich 7 Jahre lang mit dem Bankwesen und dem Gesundheitswesen beschäftigte – wobei Marketing die meiste Zeit im Mittelpunkt seiner Arbeit stand. Nach seinem CEMS- und INSEAD-MBA-Abschluss ist er leidenschaftlicher Bildungsexperte und leitet regelmäßig Workshops für Student*innen, Start-ups und Unternehmen. Petr ist auch in der gemeinnützigen Arbeit aktiv, vor allem als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bátor Tábor in Tschechien, wo er schwerkranken Kindern und ihren Familien hilft.

Nenad Maljković

Nenad Maljković

Ehrenschutz in Kroatien 2020

Der Mensch ist eine soziale Spezies, die sich zu ihrer heutigen globalen Vorherrschaft entwickelt hat, indem sie sich sehr gut an Veränderungen in der Umwelt angepasst hat. Die Anpassung des Menschen an die Umwelt ist eine soziale Innovation des Menschen. Wir befinden uns jetzt im Anthropozän, unsere globalisierte Zivilisation des industriellen Konsumverhaltens verursacht für unsere und alle anderen Spezies auf dem Planeten riskante Veränderungen in der Umwelt. Die Menschen werden sich durch soziale Innovation weiter anpassen.“

Kulturschaffender, Netzwerker und Permakultur-Designer mit besonderem Interesse an sozialen und wirtschaftlichen Aspekten der Permakultur, effektive Zusammenarbeit in Gruppen und in virtuellen Teams für systemische Veränderungen. Geboren 1963 in Pula, arbeitet und lebt in Zagreb, Kroatien. Verfechter der Permakultur, des Übergangs und moderner agiler Prinzipien unter Aktivisten und Unternehmern. Schafft lokale, bioregionale und globale Netzwerke mit hohem Vertrauen für systemische Veränderungen unter dem Motto: „Hin zu regenerativen Kulturen durch dialogische Zusammenarbeit“. Derzeit aktiver Beitrag beim europäischen Netzwerk ECOLISE und, auf lokaler bis planetarischer Ebene, beim Permaculture Collaboration Laboratory (www.perma.earth), Global Regeneration CoLab (www.grc.earth) und beim Deep Adaptation Forum (www.deepadaptation.info).

Bisherige EhrenschützerInnen