Ausschreibung SozialMarie 2013

Gesucht sind wieder ProjektbetreiberInnen, die mit innovativen Lösungen auf geänderte gesellschaftspolitische Bedingungen reagieren.

Die SozialMarie 2013 zeichnet soziale Innovation bereits zum neunten Mal aus. Ihr Ziel ist es, innovative soziale Ideen und deren Umsetzung in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Vernetzung von sozialinnovativen Projekten zu fördern. Die ausgezeichneten Projekte sollen zur Nachahmung oder Weiterführung der neuen Ideen inspirieren.

Ab Anfang März 2013 werden alle nominierten Projekte, das sind höchstens 37, auf unserer Website veröffentlicht. Die 15 tatsächlichen Preisträgerprojekte werden wie immer erst am 1. Mai bei der Preisverleihung bekanntgegeben.
 

Neu: ganz Tschechien gehört zum Einreichgebiet der SozialMarie

Die SozialMarie verstärkt ihren mitteleuropäischen Fokus: das Einreichgebiet schließt ab 2013 neben Österreich und Ungarn ganz Tschechien mit ein.
 

SozialMarie Publikumspreis

2013 loben wir den SozialMarie Publikumspreis zum zweiten Mal aus. Diesmal werden drei Projekte den Preis gewinnen, je eines aus den drei Ländern, die als ganzes zum Einreichgebiet der SozialMarie gehören: Österreich, Ungarn und Tschechien. Den Preis erhalten diejenigen Projekte, welche die meisten Stimmen vom Publikum bekommen. Auf unserer Webseite können Sie vom 26. Februar bis 25. März 2013 voten.
 

Aktiver Ehrenschutz: Gabriele Zuna-Kratky (Österreich), András Ujlaky (Ungarn), Táňa Fischerová (Tschechien)

Die besondere Aufgabe des Ehrenschutzes der SozialMarie besteht darin, eines der Siegerprojekte im darauffolgenden Jahr in irgendeiner Weise zu begleiten und/oder zu unterstützen.

Dr. Gabriele Zuna-Kratky, Direktorin des Technischen Museums Wien übernahm den österreichischen Ehrenschutz. Frau Zuna-Kratky ist davon überzeugt, daß „nachhaltige Initiativen wie die SozialMarie hier Großes leisten können, da leider in den letzten Jahren immer mehr Sozialprojekte zur Unterstützung und Linderung menschlichen Leids notwendig wurden. Der Ehrenschutz sowie die Förderung eines der kommenden Projekte liegen mir sehr am Herzen.“

Der ungarische Ehrenschutz 2013 ist der Ökonom András Ujlaky. „Seitdem  ich aus dem Geschäftsleben zurückgetreten bin, interessieren mich vor allem gesellschaftliche und gemeinschaftliche Probleme, die in Zusammenhang mit der Romaemanzipation auftreten. Ich habe gesehen, daß die Zielstrebigkeit und der Fokus, die im Geschäftsleben so gewöhnlich sind, in diesem Sektor zu den Mangelartikel zählen. Gerne stelle ich meine Erfahrungen einem Projekt zur Verfügung, das von einer ausgezeichneten Organisation, wie die SozialMarie eine ist, prämiert wurde.”

Táňa Fischerová ist Schauspielerin, Schriftstellerin, Moderatorin, Politikerin, Bürgeraktivistin. In den Parlamentswahlen 2010 stand sie an der Spitze der sog. Schlüsselbewegung (Klíčového hnutí), welche sich nach wie vor für eine Rückkehr von Idealen, Geist und Ethik in die Politik sowie ins reale Leben einsetzt und Alternativen zur derzeitigen Politik, Wirtschaft und Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft entwickelt. Das Ziel der SozialMarie, innovative Sozialprojekte aus ganz Mitteleuropa zu suchen, zu dokumentieren, sichtbar zu machen, wertzuschätzen und zu unterstützen hat sie beeindruckt und so entschloss sie sich spontan den tschechischen Ehrenschutz zu übernehmen.

 

Zur Einreichung eingeladen

sind ProjektbetreiberInnen, die aktuelle soziale Probleme zukunftsweisend aufgreifen. Die Projekte sollen praxiserprobt sein und Zukunft haben. Sie müssen zum Einreichzeitpunkt bereits ausreichend umgesetzt und gleichzeitig noch am Laufen sein. Eingereicht werden muss das Projekt und nicht die projekttragende Organisation.

Einreichberechtigt sind Projektanträge:

• von kommerziellen Unternehmen
• aus der Sozialwirtschaft (zivilgesellschaftliche Initiativen, NGO, NPO, Vereine)
• aus der öffentlichen Verwaltung

Die Teilnahmeberechtigung schließt Projekte aus ganz Österreich, ganz Ungarn und ganz Tschechien ein. Für die Slowakei, Polen, Kroatien, Slowenien und Deutschland gilt: aus praktischen Gründen dürfen Projekte aus den genannten Ländern nicht weiter als 300 km Luftlinie von Wien entfernt angesiedelt sein.


Einreichmodalitäten, Zeitlimit und Auswahlprozess

Die Ausschreibung beginnt am Donnerstag, dem 15. November 2012. Die Einreichunterlagen müssen bis spätestens Dienstag, 5. Februar 2013, um 24:00 Uhr online auf der Webseite der SozialMarie einlangen. Bitte das Projekt, nicht die projekttragende Institution, einreichen.

Die Auswahl der Siegerprojekte erfolgt in drei Phasen. Zuerst werden die Einreichunterlagen in Bezug auf die Erfüllung der Kriterien gesichtet und eventuell per Telefon oder E-Mail offene Fragen geklärt. Aus allen ungarischen Einreichungen wird von den ungarischen ProjektbegutachterInnen Prof. András Kelen und Nóra Somlyódy eine Vorauswahl getroffen. Die Vorauswahl der tschechischen Einreichungen wird von Veronika Janyrova und Petra Abrahamova getroffen.

Aus dieser Vorauswahl und allen anderen eingereichten Projekten bereiten Anna Thier und Bernhard Litschauer-Hofer gemeinsam mit der Jurykoordinatorin Maga Petra Radeschnig 25 Vorschläge für die Jury vor. Jedes Jurymitglied hat die Möglichkeit noch zwei weitere Projekte aus allen eingereichten Projekten dieses Jahres nachzunominieren.

Aus diesen maximal 37 nominierten Projekten entscheidet sich die Jury für 15 Preisträgerprojekte. Die sechs bis sieben Projekte, die für einen Hauptpreis in Frage kommen, werden vor Ort besucht. Anschließend wählt die Jury in einem weiteren Durchgang die drei Hauptpreise und die 12 Preise à 1.000 Euro aus.

Die Jury entscheidet im Konsens. Die Entscheidungen sind nicht anfechtbar und erfolgen unter Ausschluss des Rechtsweges.

Das Einreichformular bitte in deutscher oder englischer Sprache ausfüllen und zeitgerecht online einreichen. Projekte aus Ungarn bzw. Tschechien sollen für die Projektbegutachtergruppe in ungarischer bzw. tschechischer Sprache einreichen und eine Übersetzung in Deutsch oder Englisch beilegen.

Link zu den Teilnahmebedingungen
Link zum Einreichformular
 

Kriterien

Bei der Bewertung und Reihung der eingereichten Projekte wird die Jury insbesondere folgende Kriterien positiv bewerten:

1. Innovation in der Projektidee – Neuheit

• Beschäftigt sich das Projekt mit neuen sozialen Lösungsansätzen?
• Beschäftigt sich das Projekt mit neuen sozialen Problemstellungen?
• Beschäftigt sich das Projekt mit bisher wenig beachteten Zielgruppen?


2. Innovation im Zugang zur Zielgruppe - Beteiligung

• Welchen konkreten und nachhaltigen Nutzen hat das Projekt für die Zielgruppe?
• Werden die Potentiale der Zielgruppe durch das Projekt gefördert?
• Leistet das Projekt einen Beitrag zur gesellschaftlichen Wertschätzung der Zielgruppe?

3. Innovation in der Umsetzung - Wirksamkeit

• Ist die Umsetzung der Projektidee einfallsreich, schöpferisch, kreativ und mutig?
• Welche Wirkungen können durch die soziale Innovation für wen beobachtet werden?
• Reagiert das Projekt auf geänderte Anforderungen zum Beispiel bei der Zielgruppe, der Problemstellung, den Rahmenbedingungen?
• Gibt es eine Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen / Kompetenzen / Berufsgruppen?

4. Innovation in der Außenwirkung - Beispielwirkung

• Wie ist das Projekt in lokale und regionale Umwelten integriert?
• Pflegt das Projekt den Dialog / die Kooperation mit anderen Institutionen/Organisationen?
• Werden andere Organisationen, Medien, FördergeberInnen, PolitikerInnen neugierig gemacht?
• Werden neue Wege im Umgang mit der „Außenwelt“ gegangen?

Die Kriterien 1. Projektidee, 2. Zugang zur Zielgruppe und 3. Umsetzung haben doppelt so viel Gewicht wie 4. Außenwirkung.
 

Jurymitglieder

Univ.Prof. Dr. Josef Hochgerner (Zentrum für Soziale Innovation), Anna Kadeřábková (Wirtschaftsuniversität Prag), Éva Judit Kovács (Soziologisches Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften), OMR DSA Sepp Schmidt, Maga (FH) Marlies Sutterlüty (Fachhochschule Campus Wien) und Barbara van Melle (freie Journalistin) 

Koordination: Mag.a Petra Radeschnig
 

Preisverleihung

15 Preise im Gesamtwert von 42.000 Euro!

Jedes Jahr erhalten herausragende sozialinnovative Projekte, die durch Innovationskraft und Kreativität überzeugen, die Chance auf einen von insgesamt 15 Preisen im Wert von 15.000 Euro (1. Preis), 10.000 Euro (2. Preis), 5.000 Euro (3. Preis) sowie 12 mal 1.000 Euro.

Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 1. Mai 2013, um 18:00 Uhr in einer öffentlichen Veranstaltung im großen Sendesaal des ORF Radio Kulturhauses, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien statt.
 

Unruhe Privatstiftung

Die unmittelbare Förderung von Kunst, Wissenschaft, Forschung und Innovation prägt die Tätigkeit der Unruhe Privatstiftung, die im März 2000 errichtet wurde.

Sie ist Trägerin der SozialMarie, Preis für soziale Innovation. Diesen Preis lobt die Unruhe Privatstiftung seit 2005 jährlich aus. Seit 2011 entwickelt und realisiert die Unruhe Privatstiftung mit fünf weiteren Privatstiftungen aus Österreich gemeinsam Projekte im sozialen Bereich. Die Initiative Sinnstifter will ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass ein generelles Umdenken hin zum gemeinschaftlichen sozialen Engagement stattfindet. Das neueste Projekt der Unruhe Privatstiftung, Pimp Your Life, ist ein exploratives Experiment, das sich der (Re-)Inklusion von ausgegrenzten, bildungsfernen Jugendlichen widmet.

Unruhe Privatstiftung
 

Kontakt

Nóra Somlyódy

Koordination SozialMarie
sozialmarie@sozialmarie.org
+43 (1) 587 71 81-11
+36 (30) 268 1366
www.sozialmarie.org

Post: Mittersteig 13/6, A-1040 Wien, Österreich
Fax: +43 (1) 587 71 81-19